<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277</id><updated>2012-03-07T15:28:06.764-08:00</updated><category term='Kolumnen:'/><category term='Filme'/><category term='Presse'/><title type='text'>Hubert Neumann</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>38</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-5529974687195397790</id><published>2012-02-09T10:40:00.000-08:00</published><updated>2012-02-09T10:40:25.835-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Das Gedächtnis einer Stadt. Das heikle Widerspiel zwischen Müllhalde und Stadtarchiv</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 25px;"&gt;Geht es Ihnen nichtauch manchmal so, dass sie mitten im Gang durch die Stadt, oder wo auch immer,innehalten und sich verstört die Augen reiben? »War da nicht was?«, fragen Siesich. »Fehlt da nicht etwas?« - Und tatsächlich: Der Kaugummiautomat an derHauswand ist verschwunden; auch die Telefonzelle war eben noch da und ist plötzlichweg, die Bäckerei in der Nebenstraße oder der Trimm-Dich-Pfad im GonsenheimerWald, von der Postfiliale und dem Tante-Emma-Laden ganz zu schweigen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Dingeverschwinden. Das ist nun einmal ihr Lauf. Und mit den Dingen gehen auchgewohnte Gedanken, Handlungsabläufe, Rhythmen und Gesten für immer verloren.Kommentarlos nehmen wir das hin. Ja, es fällt uns oft gar nicht auf. Obwohl unsderzeit so viele Dinge abhanden kommen. Man denke an die Schreibmaschine, dieTrockenhaube, den Monokassettenrekorder, das Einkaufsnetz, die Klopapierrolleim gehäkelten Schutzüberzug auf der Hutablage im Auto und natürlich denWackeldackel ebendort. Manches existiert noch heute, wenn auch in modifizierterForm. Vieles, was unsere Aufmerksamkeit und unser Interesse verloren, was sichabgenutzt hat oder zerstört wurde, ist zu Abfall geworden und auf der Mülldeponiegelandet. Einiges aber wurde aussortiert und Museen und Archiven zugeführt, umes dem Vergessen zu entreißen. Diese manchmal riesigen Archen, welche die Weltkonservieren, die uns entgleitet, können als umgekehrtes Spiegelbild zu Mülldeponienbegriffen werden. Die Grenze ist fließend. Verlust und Bewahrung liegen nahe beieinander.Damit der Abfall aber überhaupt die Chance eines Nachlebens hat, muss er überdie Eigenschaft von Überresten verfügen, die dem Zahn der Zeit durch ihreRobustheit widerstehen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-NYU1-qcmmG8/TzQRJTpM9vI/AAAAAAAAAuE/EUgRky-Wx7w/s1600/Geda%CC%88chtnis.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://1.bp.blogspot.com/-NYU1-qcmmG8/TzQRJTpM9vI/AAAAAAAAAuE/EUgRky-Wx7w/s400/Geda%CC%88chtnis.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Bei der Bewahrungkommt den öffentlichen Archiven wie etwa dem Mainzer Stadtarchiv eine besondereRolle zu. Sie sammeln und erhalten neben Urkunden, Amtsbüchern und Akten derVergangenheit, Dokumente aller Art, die bei staatlichen und nichtstaatlichenEinrichtungen wie Verbänden, Betrieben oder Privatpersonen entstehen, darunternicht nur Schriftgut, sondern mittlerweile auch Bild- und Tonmaterial. Einenimmer größeren Stellenwert nimmt dabei die Konservierung digitaler Daten ein.Das gesicherte und verzeichnete Archivgut wird dann, nach Ablauf gesetzlichverankerter Sperrfristen der Öffentlichkeit zur Benutzung und zuForschungszwecken zur Verfügung gestellt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Das Archiv bildetsozusagen das Gedächtnis eines Gemeinwesens und bestimmt auch dessen Identität.Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden neben den vielen Dingen des Alltagsauch ihr Gedächtnis verlieren, dann wüssten Sie nicht mehr, wer Sie sind und wosie hingehören. Jede Veränderung eines Archivs hat Auswirkungen auf dasGemeinwesen und umgekehrt. Denken Sie an den Untergang der DDR und des damitverbundenen Bedeutungswandels des Stasi-Archivs, das jetzt nicht mehr derUnterdrückung, sondern der Aufklärung dient. Ähnlich war es mit den Archiven inder Französischen Revolution. Das gilt auch für das Archiv einer Stadt wieMainz. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Wie das Gedächtnisoszilliert das Archiv zwischen Erinnern und Vergessen bzw. Verlust undBewahrung. Für Verlust steht die »Kassation«, wie die Vernichtung vonArchivbeständen in der Archivarsprache heißt, die aus Platzmangel von Zeit vonZeit vorgenommen werden muss. Die Aussonderungsprinzipien und Wertmaßstäbe,nach denen sie erfolgt, sind je nach Epoche variabel und werden nicht unbedingtvon den späteren Generationen geteilt. Was in der einen Epoche als Abfallbetrachtet wird und auf die Müllhalde kommt, kann in einer anderen Zeit alswertvolle Information behandelt werden. Behalten werden diejenigen Bestände,die man gerade als zukunftsrelevant erachtet, damit auch künftige Generationenauf der Erfahrung aus Jahrhunderten ihre Gegenwart begreifen und ihre Zukunftgestalten können. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;»Wer dieVergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft«, heißt es in George Orwellsberühmtem Roman »1984«. Also achten wir darauf, wie die Mainzer Stadtväter mitdem Stadtarchiv und auch der Stadtbibliothek, die einen Schatz bedeutenderhistorischer Schriften und Bücher birgt, im Zuge der geplantenUmstrukturierungsmaßnahmen umgehen. Der Weg zur Müllhalde ist ja nicht sehr weit.Schon allein der Gedanke an Struktur- und Personalkürzungen spricht der StadtGutenbergs Hohn. Erinnert sei auch an den Autor und leidenschaftlichen SammlerWalter Kempowski, der einmal anmerkte, dass man die Kultur eines Volkes nichtzuletzt an seinen Archiven zu messen habe. Das lässt sich auch sehr schön aufMainz übertragen …&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: large;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: 17px;"&gt;&lt;i&gt;Abdruck in: Mainzer Vierteljahreshefte für Kultur, Politik, Wirtschaft und Geschichte 1/12.&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.mainz-hefte.de/" style="color: #0b5394; text-decoration: none;"&gt;www.mainz-hefte.de&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-5529974687195397790?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/5529974687195397790/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2012/02/das-gedachtnis-einer-stadt-das-heikle.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/5529974687195397790'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/5529974687195397790'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2012/02/das-gedachtnis-einer-stadt-das-heikle.html' title='Das Gedächtnis einer Stadt. Das heikle Widerspiel zwischen Müllhalde und Stadtarchiv'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-NYU1-qcmmG8/TzQRJTpM9vI/AAAAAAAAAuE/EUgRky-Wx7w/s72-c/Geda%CC%88chtnis.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-7373805174679335279</id><published>2012-01-02T05:43:00.000-08:00</published><updated>2012-01-11T03:21:30.506-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>... und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 26px;"&gt;Mit Volksweisheiten ist das so eine Sache, wie man immer wieder feststellen muss. Mal treffen sie zu, mal wiederum nicht, obwohl sie in Zeiten des Wandels fortwährend als Orientierungshilfen angepriesen werden.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: 'Trebuchet MS', Trebuchet, Verdana, sans-serif; font-size: 13px; line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Betrachten wir uns aus gegebenem Anlass einmal das Sprichwort »Aller Anfang ist schwer!« und gehen zurück zu den ersten Tagen des neuen Jahres. Wer in dieser vorsatzschwangeren Zeit in den Morgen- und Abendstunden am Rhein entlang flaniert, kann dort trotz Wind und Eiseskälte fast mehr Laufbegeisterte als im Sommer sehen. Umgekehrt verhält es sich in den Fastfoodrestaurants: eine gähnende Leere allüberall. Das liegt nicht etwa daran, dass die Menschen genug von den trägen, kalorienreichen Feiertagen haben, vielleicht auch das, sondern dass sie die hervorragende Gelegenheit des Jahreswechsels beim Schopfe gepackt haben, um ein neues Leben zu beginnen oder zumindest ein neues Vorhaben in Angriff zu nehmen. Und was hat man sich nicht alles vorgenommen: Man wird sich gesünder ernähren und abnehmen, Süßigkeiten meiden. Man wird mehr Sport treiben. Man wird häufiger ins Theater gehen, mehr lesen und es endlich ernst mit dem lebenslangen Lernen nehmen und eine neue Sprache lernen. Man wird sich mehr Zeit für die Familie, die Freunde gönnen etc. pp.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: 'Trebuchet MS', Trebuchet, Verdana, sans-serif; font-size: 13px; line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Sind diese Vorsätze auch noch so unterschiedlich, gemeinsam ist allen, dass ihr Anfang leicht ist, wie ein anderes Sprichwort besagt, und nicht schwer. Denn selbstverständlich wird am 2. Januar um 6 Uhr aufgestanden. Selbstverständlich wird erst einmal eine eiskalte Dusche genommen. Selbstverständlich joggt man nicht nur vom Kurfürstlichen Schloss bis zur Eisenbahnbrücke, sondern macht die berühmte Drei-Bücken-Tour und eine Umrundung von Stadt- und Volkspark gleich mit.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-NiFig_Kf1p4/TRsWcLF6bvI/AAAAAAAAAE8/W5eDQPr57Zw/s1600/Chicks_hatching_USDA95c1973.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="265" src="http://4.bp.blogspot.com/-NiFig_Kf1p4/TRsWcLF6bvI/AAAAAAAAAE8/W5eDQPr57Zw/s400/Chicks_hatching_USDA95c1973.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: 'Trebuchet MS', Trebuchet, Verdana, sans-serif; font-size: 13px; line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Ab dem 6. Januar gestattet man sich hin und wieder aber doch Dispens, indem man etwa eine Stunde länger schläft, weil man die Tage vorher doch so sportlich war. Oder man gönnt sich ein Frühstückshörnchen, weil es ja nicht unbedingt zu den Süßigkeiten zu zählen ist und weil man die Vorsätze bisher so vorbildlich eingehalten hat. Bald ist es wie bei einem porösen Luftballon, aus dem allmählich die Luft entweicht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: 'Trebuchet MS', Trebuchet, Verdana, sans-serif; font-size: 13px; line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Was soll man nun glauben? Ist aller Anfang schwer oder leicht? Es scheint beides zu stimmen. Im Leben stimmen von zwei sich widersprechenden Weisheiten immer beide. Das macht es so entsetzlich kompliziert; zu kompliziert für den gesunden Menschenverstand. Machen wir es uns leichter, ziehen wir uns wie Münchhausen am eigenen Schopf aus dem Sumpf und fangen ein neues Leben an …&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-7373805174679335279?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/7373805174679335279/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2012/01/und-jedem-anfang-wohnt-ein-zauber-inne.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/7373805174679335279'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/7373805174679335279'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2012/01/und-jedem-anfang-wohnt-ein-zauber-inne.html' title='... und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-NiFig_Kf1p4/TRsWcLF6bvI/AAAAAAAAAE8/W5eDQPr57Zw/s72-c/Chicks_hatching_USDA95c1973.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-1145092090313776200</id><published>2012-01-01T15:38:00.000-08:00</published><updated>2012-01-01T15:38:43.391-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Silvester-Voodoo</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: 'Trebuchet MS', Trebuchet, Verdana, sans-serif; font-size: 13px; line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Halten Sie sich für ein vernunftbegabtes Wesen? - Ja?! - Aber warum huldigen Sie dann auf Schritt und Tritt dem Aberglauben? Kaum ein Tag vergeht, an dem wir nicht mit abergläubischen Symbolen und Ritualen herumhantieren. So wünschen wir anderen ein gutes Gelingen und wollen gleichzeitig verhindern, dass Böses geschieht, indem wir etwa »die Daumen drücken«. Oder wir achten darauf, dass sich die Hände beim Händeschütteln niemals überkreuzen. Die Liste ist lang. Gewiss, wir gebrauchen diese – sagen wir mal – magischen Praktiken nicht immer ganz bewusst, sehr oft aber ohne ihren ursprünglichen Sinn zu kennen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-DN5VykOq-MU/TRsPOWJqWQI/AAAAAAAAAE4/ezKKfSWKkpI/s1600/feu-artifice-a.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="350" src="http://4.bp.blogspot.com/-DN5VykOq-MU/TRsPOWJqWQI/AAAAAAAAAE4/ezKKfSWKkpI/s400/feu-artifice-a.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: 'Trebuchet MS', Trebuchet, Verdana, sans-serif; font-size: 13px; line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Ganz besonders wird dies um den Jahreswechsel deutlich. Wer weiß denn schon, warum wir in der Silvesternacht ein Feuerwerk aufsteigen lassen? Weil’s schön ist, wird man sagen. Oder um das neue Jahr mit etwas Buntem und Prächtigem einzuläuten. – Nicht ganz.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: 'Trebuchet MS', Trebuchet, Verdana, sans-serif; font-size: 13px; line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Den Sagen und Legenden nach treibt in den Raunächten zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag ein Geister- oder Gespensterheer sein Unwesen. Deshalb haben die Menschen sich etwas einfallen lassen, um diesen Gefahren zu begegnen und ihr Glück zu sichern. So darf man in dieser Zeit keine Wäsche auf der Leine haben, worin sich die Geister bei ihrem Ritt durch die Lüfte verfangen können, um Unheil über die Menschen zu bringen. – Gottlob gibt es mittlerweile Trockner! – Auf diesen Dämonenglauben gehen dann auch die Böller in der Silvesternacht zurück, weil man glaubte, die Geister durch Lärm und Krach vertreiben zu können. Das gilt übrigens auch für das Gläserklirren in den ersten Sekunden des neuen Jahres. In dieser Nacht verfügen auch wir Menschen über ganz besondere Gaben: Nur jetzt können wir hinter den Vorhang blicken, um Verborgenes zu enträtseln und Zukünftiges zu enthüllen. Da wird orakelt und gependelt. Besonders beliebt ist das Bleigießen. Und nicht zuletzt die Silvester- und Neujahrswünsche. Als ob man zaubern könnte. Hierzu gehören auch die zum Jahreswechsel üblichen Verhaltensrituale: Wer an Silvester rote Unterwäsche trägt, hat im folgenden Jahr ein ausgefülltes Liebesleben. Wer Reiskörner in den Geldbeutel streut, bekommt Geld. Die Beispiele lassen sich fortführen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: 'Trebuchet MS', Trebuchet, Verdana, sans-serif; font-size: 13px; line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Ist das alles Hokuspokus? - Nein, nicht unbedingt! Denn bei diesen Praktiken handelt es sich meist um nichts anders als Varianten einer sich selbsterfüllenden Prophezeiung. Die mit den Abwehr- und Verhaltensritualen verbundenen Wünsche und die Orakel erfüllen sich nur deshalb, weil sich diejenigen, denen sie gelten, meist unbewusst, so verhalten, dass sie sich erfüllen müssen. Der Glaube kann Berge versetzen.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: 'Trebuchet MS', Trebuchet, Verdana, sans-serif; font-size: 13px; line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;In diesem Sinne: Versenden Sie diese Glücks-Kolumne innerhalb der nächsten 3 Stunden an mindestens 10 Personen. Dann wird Ihnen das Glück im kommenden Jahr ganz sicher hold sein.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-1145092090313776200?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/1145092090313776200/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2012/01/silvester-voodoo.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/1145092090313776200'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/1145092090313776200'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2012/01/silvester-voodoo.html' title='Silvester-Voodoo'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-DN5VykOq-MU/TRsPOWJqWQI/AAAAAAAAAE4/ezKKfSWKkpI/s72-c/feu-artifice-a.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-6601309772952061924</id><published>2011-11-23T02:44:00.000-08:00</published><updated>2011-11-23T07:09:50.357-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Der schöne Schein. Der Weihnachtsmarkt - ein Ort der Illusion?</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 25px;"&gt;Was hat es mit demweihnachtlichen Gefühl auf sich, dem Gefühl von Harmonie und Geborgenheit, dasin uns geweckt wird, sobald wir einen Weihnachtsmarkt betreten, obwohlwir im geschäftigen Treiben, dem Gedrängel, Gestoße und Geschiebe besonders um dieGlühlweinstände herum nicht die geringste Spur von Harmonie finden? Hat esvielleicht etwas mit früheren Erlebnissen auf einem Weihnachtsmarkt zu tun, diewir als harmonisch abgespeichert haben? Das Gedächtnis schlägt einem manchmalja ein Schnippchen. Es ist kein statischer Aktenordner oder ein verstaubendesArchiv. So erscheinen Erinnerungen an frühere Zeiten - zumal bei älterenMenschen - in immer rosigeren Farben. Da waren die Ferien schöner, die Menschenfreundlicher, die Winter weißer und die Feste ausgelassener. In dieserallgemeinen Verklärung hat man sich selbst auch als glücklicher in Erinnerung,obgleich die Vergangenheit bei objektiver Betrachtung meist keineswegs soheiter, problemlos und beglückend war. Umgekehrt ist es bei schwermütigen Menschen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; text-align: justify;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-iFnwauPnfts/TrayGSIDXjI/AAAAAAAAAfY/AzAd0I2MGW4/s1600/Mainzer+Weihnachtsmarkt.png" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://2.bp.blogspot.com/-iFnwauPnfts/TrayGSIDXjI/AAAAAAAAAfY/AzAd0I2MGW4/s400/Mainzer+Weihnachtsmarkt.png" width="300" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: x-small;"&gt;©&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: x-small;"&gt;&amp;nbsp;Christian Kohl&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Erinnerungen sind oft nichtsteuerbar, sie entstehen aus dem Augenblick heraus. Das wohl berühmtesteBeispiel stammt aus Marcel Prousts Roman »Auf der Suche nach der verlorenenZeit«, in dem das Aroma eines in Lindenblütentee getauchten muschelförmigenGebäcks namens &lt;i&gt;Petite Madeleine&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt; plötzlich einen Schwall von Kindheitserinnerungenauslöst und damit den Roman in Gang setzt. Ähnlich ergeht es uns beim Duft vongebrannten Mandeln, gerösteten Maronen, Zimt, Nelken und Zuckerwerk jeder Art,wenn wir über den mittelalterlich anmutenden Weihnachtsmarkt schlendern. Wirfühlen uns in einen von allen Spannungen befreiten Raum in unserer Kindheitzurückversetzt, in eine glitzernde Märchenwelt, die es aber nie gab. Denn unserGedächtnis ist so anschmiegsam, dass wir vieles einfügen können, was wir garnicht erlebt haben, etwa Szenen aus Weihnachtsmärchen, Werbefilmen oderWeihnachtsfilmen der Disney-Traumfabrik, in der die Menschen stets gutzueinander sind. Das geschieht bei jedem von uns zwar auf unterschiedliche Artund Weise, kann aber dennoch zu einer einheitlichen Wirkung führen, in diesemFall also ein diffuses Gefühl von Harmonie und Geborgenheit erzeugen, das vonvielen Menschen geteilt wird, obwohl es jeglicher Grundlage entbehrt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Man kann also von dem Weihnachtsmarktals einem Ort leerer oder zumindest erlebnisarmer Erinnerungen sprechen, einemOrt der Illusion. Es ist wie bei den beliebten Volksmusiksendungen, in denenSänger in Trachtenkleidern vor einem künstlichen Bergpanorama schlagermäßigaufbereitete Volkslieder zum Besten geben, um das Verlangen der Zuschauer nachGeborgenheit zu befriedigen. Die Illusion wird hier wie dort durch die vielenKitschgegenstände noch verstärkt, die gleichsam Versatzstücke einer aufGefühlsduselei ausgelegten Inszenierung sind. Auf dem Weihnachtsmarkt sind esetwa Handtücher mit Engelsbildern, Fensterbilder, Keramikwaren mit Aufdruckender Weihnachtsgeschichte, also Gegenstände, die einem profanen Zweck dienen,aber primär ein religiöses Motiv darstellen oder mit einem religiösen Motivgeschmückt sind und es herabwürdigen, oder reine Dekorationselemente, dieentweder als romantische Geschenkideen angepriesen werden, wieChristbaumschmuck und Kerzen, oder den Weihnachtsmarkt selbst schmücken, wiedie Lichterketten, die in ihrer Gesamtheit einem Zelt nachempfunden sind, umeinen beschirmenden Sternenhimmel zu imitieren. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Der Hang nach dieser helfendenIllusion stellt aber nichts Verwerfliches dar. Die Flucht aus der komplexen undkomplizierten Wirklichkeit ist verständlich und das Kitschbegehren, das dieIllusion von Harmonie und damit das Weihnachtsgefühl nährt, nahe liegend. Esgilt der Satz von Hundertwasser: »Die Abwesenheit von Kitsch macht unser Leben unerträglich.«&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', Trebuchet, Verdana, sans-serif; font-size: 13px;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;i&gt;Abdruck in: Mainzer Vierteljahreshefte für Kultur, Politik, Wirtschaft und Geschichte 4/11, S. 5ff.&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.mainz-hefte.de/" style="color: #0b5394; text-decoration: none;"&gt;www.mainz-hefte.de&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-6601309772952061924?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/6601309772952061924/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/11/der-schone-schein-der-weihnachtsmarkt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/6601309772952061924'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/6601309772952061924'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/11/der-schone-schein-der-weihnachtsmarkt.html' title='Der schöne Schein. Der Weihnachtsmarkt - ein Ort der Illusion?'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-iFnwauPnfts/TrayGSIDXjI/AAAAAAAAAfY/AzAd0I2MGW4/s72-c/Mainzer+Weihnachtsmarkt.png' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-967785024901957743</id><published>2011-11-01T15:47:00.000-07:00</published><updated>2011-11-01T15:49:19.497-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Der Kaiser ist nackt</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 25px;"&gt;Unschönes lässt sich oft mit schönen Worten ausdrücken.Man denke an so wohlklingende Ausdrücke wie »Entsorgungspark«, »sozialverträglichesFrühableben«, »Freistellung« oder »Minuswachstum«. Kein Wunder also, dass dieseAusdrücke bei Politikern beliebt sind, wie überhaupt bei Entscheidern jederArt, wenn aus Motiven wie Profilierungs- und Profitdenken die eigenenInteressen ohne Gesichtsverlust durchgesetzt werden sollen; sicher auch um dasschlechte Gewissen zu beruhigen. Zu diesen Ausdrücken gehört auch das schönes Wörtchen»Synergieeffekt«, das meist im Plural verwendet wird, wenn von Fusionen, Übernahmenund Schließungen die Rede ist.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: justify;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-s6oAOI55Wtk/TqhI9z_i5pI/AAAAAAAAAec/dHhCd2b8XwU/s1600/Mainzer+Wappenbuch+zerbrochen.png" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://1.bp.blogspot.com/-s6oAOI55Wtk/TqhI9z_i5pI/AAAAAAAAAec/dHhCd2b8XwU/s400/Mainzer+Wappenbuch+zerbrochen.png" width="300" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small;"&gt;© Christian Kohl&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-layout-grid-align: none; mso-pagination: none; text-align: justify; text-autospace: none;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Damit Sie mich nicht falsch verstehen, ich habenichts gegen Synergieeffekte, schließlich ist es ja gut, wenn man sich durchZusammenarbeit gegenseitig stabilisiert oder wenn durch den Zusammenschlusszweier Firmen ein neues Unternehmen entsteht, das mehr leistet als die Summebeider Organisationen. Ich habe nur etwas gegen den falschen Gebrauch desWortes, etwa wenn eine Organisation aus Kostengründen oder zum Nutzen deranderen zerschlagen wird. Das wäre dann nichts anderes als Demontage. Hierzuein aktuelles Beispiel aus der Mainzer Politik: Im Rahmen der Sparmaßnahmen erwägendie Stadtväter, die Mainzer Stadtbibliothek zu schließen und die Bestände aufdrei Standorte zu verteilen. Demnach käme das Stadtarchiv und Altbestände derWissenschaftlichen Bibliothek in eine der künftig leer stehenden Grund- oderHauptschulen, alte Handschriften etwa oder Inkunabeln ins Gutenberg-Museum undder Restbestand in die Universitätsbibliothek. Begründet wird dieseZerschlagung, denn um nichts anderes handelt es sich hier, mit jährlichenEinsparungen zwischen 1 Million und 1,5 Millionen Euro und den durch dieZusammenlegung von Stadt- und Universitätsbibliothek entstehendenSynergieeffekten. Wie aber kann man hier von Synergieeffekten sprechen, wenn esdie Stadtbibliothek nicht mehr gibt und wenn&amp;nbsp; ihr Bestand, der eingefroren werden soll, in der Universitätsbibliothekaufgeht? Ist das nicht Täuschung? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-layout-grid-align: none; mso-pagination: none; text-align: justify; text-autospace: none;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Synergieeffekte könnte man erzielen, wenn man dieBibliothek beispielsweise optimal an das öffentliche Verkehrsnetz anbinden odermit der Volkshochschule zusammenlegen würde, um etwa die Besucherfrequenz zusteigern. Das spült Geld in alle Kassen. Aber soweit denken manche Stadtväterja nicht. Der Gestaltungswille geht ihnen leider völlig ab, auch der Sinn fürKultur und Bildung, von Tradition und Geschichte gar nicht zu sprechen.Stattdessen aalen sie sich lieber in wohlklingenden Worthülsen und schmückenihre Stadt mit Titeln wie »Stadt des Buches« oder »Stadt der Wissenschaften«,die sich bei einer solchen Politik als publikumswirksame Placebos entpuppen.Man fühlt sich an Hans Christian Andersens Märchen »Des Kaisers neue Kleider«erinnert. Der Kaiser ist nackt.&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-967785024901957743?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/967785024901957743/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/11/der-kaiser-ist-nackt.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/967785024901957743'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/967785024901957743'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/11/der-kaiser-ist-nackt.html' title='Der Kaiser ist nackt'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-s6oAOI55Wtk/TqhI9z_i5pI/AAAAAAAAAec/dHhCd2b8XwU/s72-c/Mainzer+Wappenbuch+zerbrochen.png' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-7557974713218392316</id><published>2011-10-16T01:44:00.000-07:00</published><updated>2011-11-06T08:26:06.392-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Sieg über das Wutvirus</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 25px;"&gt;Mainz ist auf dembesten Weg zu einer der bedeutendsten Städte der Bundesrepublik, ja vielleichtder ganzen Welt zu werden. Man denke etwa an so herausragende Titel wie »TheGreat Wine Capital« oder »Stadt der Wissenschaften«, oder auch an die neueCoface-Arena, die geplante Mainzelbahn und andere anstehende Projekte. Doch esscheint nur so. Denn wie weiland beim Turmbau von Babel wächst unter denMainzer Bürgern von Tag zu Tag der Anteil der Spielverderber, die viel zu vielanalysieren und allzu oft dunklen Gedanken nachhängen: Sie bezweifeln, ob diesalles zum Wohle der Stadt geschehe. Argwohn erregen vor allem Großprojekte wieMöbel Martin mit einer gigantischen Verkaufsfläche von 45.000 Quadratmetern,die in etwa der Fläche der diesjährigen Bundesgartenschau in Koblenzentspricht, oder das »Handelsquartier« an der Lu mit 30.000 Quadratmetern.Viele befürchten, dass am Ende mehr gebaut werde, als Kaufkraft existiere. DieFolgen lägen auf der Hand: Ladenschließungen, Arbeitslosigkeit, Verödungenganzer Stadtviertel usw. usw.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-iHDtbVGTCQs/Traz_ZB5tXI/AAAAAAAAAfg/r46HiogVK8Q/s1600/Selbsthypnose.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://2.bp.blogspot.com/-iHDtbVGTCQs/Traz_ZB5tXI/AAAAAAAAAfg/r46HiogVK8Q/s320/Selbsthypnose.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 25px;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 25px;"&gt;Aber was nützenall die Befürchtungen und Einwände, wenn die Großprojekte doch durchgezogenwerden? Was nützt dann wütender Protest? Man sieht es ja in Stuttgart. Oder nochweiter: an der Banken- und Schuldenkrise. Die wütenden Miesepeter sollteneinfach positiv denken, das führt schon zum gewünschten Ziel, so jedenfallssuggerieren es die Motivationstrainer, Coachingexperten, Ratgeberautoren undKarrierescouts, die derzeit wie Pilze aus dem Boden schießen. Nach ihnen, könnenwir die Welt mittels unserer Gedanken beherrschen. In der Welt des positivenDenkens stellen sich die Probleme nur in unserem Kopf und lassen sich leichtdurch Willensanstrengung meistern. In dieser Art Selbsthypnose können wirArmut, Arbeitslosigkeit oder niedrige Löhne als Chance begreifen und mitOptimismus ja Dankbarkeit begegnen. Wir sehen es an guten Verkäufern, die die Lügengeschichten,die sie manchmal erzählen, irgendwann selbst glauben. Oder denken wir an dieKraft positiver Worte. Mit Lob kommen wir weiter als mit Kritik. Das gilt auchhinsichtlich beschönigender Beschreibungen. Kein erwachsener Mensch käme wohlauf die Idee, mit einem Kinderroller durch die Stadt zu fahren, wenn man diesennicht Kickboard nennen würde.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Also bewahren wiruns eine positive Haltung und bleiben wir offen. Wir brauchen nur wie einSieger und nicht wie ein Verlierer zu denken und Mainz erstrahlt in neuemGlanz. Der Erfolg ist garantiert. Und wenn er nicht eintritt und wir immer nochwütend sind, dann liegt es nicht am positiven Denken, sondern an uns selbst.Dann haben wir uns nicht genug Mühe gegeben, positiv zu denken.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-7557974713218392316?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/7557974713218392316/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/10/kampf-gegen-das-wutvirus.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/7557974713218392316'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/7557974713218392316'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/10/kampf-gegen-das-wutvirus.html' title='Sieg über das Wutvirus'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-iHDtbVGTCQs/Traz_ZB5tXI/AAAAAAAAAfg/r46HiogVK8Q/s72-c/Selbsthypnose.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-4236822616781080313</id><published>2011-09-13T23:14:00.000-07:00</published><updated>2011-09-13T23:14:38.673-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Milchmädchenrechnung</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 25px;"&gt;Ich muss es offen aussprechen:Wie jeder Banker, Unternehmer, Politiker und überhaupt fast jeder, dermindestens ein Bankkonto besitzt und eine Versicherung abgeschlossen hat, hängeich an Zahlen. Zahlen sind in einer immer komplexer werdenden Welt oft dasEinzige, was Orientierung verspricht. Sie stellen etwas Stabiles dar, etwas,was Sicherheit vermittelt. Man spürt es schon im Umgang mit ihnen, etwa bei denGrundrechenarten. Hier gibt es immer nur eine richtige Lösung, ganz imGegensatz zu den meisten Entscheidungen, die man tagtäglich treffen muss.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-WvlVoMaxXYA/TnBGCyNvZ5I/AAAAAAAAAZA/cTo2tv082mg/s1600/42.png" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-WvlVoMaxXYA/TnBGCyNvZ5I/AAAAAAAAAZA/cTo2tv082mg/s200/42.png" width="150" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Das ist aber nicht der einzigeGrund, warum ich eine Schwäche für Zahlen habe. Viel wichtiger ist, dass manmit ihnen spielen kann, dass sie unsere Fantasie anregen. Umfragen, Bilanzen,Statistiken sind doch nichts anderes als mehr oder weniger großartige paradoxeSpielereien. Es sind Zahlen aus der Vergangenheit, mit denen man spielt, umVoraussagen über künftige Ereignisse zu treffen, die so - wie vorausgesagt - abernie eintreten können, weil die Voraussagen natürlich Verhaltensänderungenanschieben. Unsere Fantasien können sich an einigen wenigen Zahlen entzünden,die Rückschlüsse auf das Ganze zulassen. Nehmen wir z. B. die Zahl 684. Soviele Geldspielautomaten in Spielhallen kommen nämlich auf 100.000 Rheinland-Pfälzer,auf einen Automaten also ca. 147. Rheinland Pfalz nimmt damit einen einsamenSpitzenplatz ein. Zwei Vergleichszahlen: In Hessen kommen 535 auf einenAutomaten, in Berlin gar 963. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Das sind Zahlen, mit denen manwunderbar jonglieren kann, etwa indem man das Wesen des Rheinland-Pfälzers zuergründen sucht. - Man bedenke, dass nur wenige Tintenspritzer, das Badewassereinfärben können. -&amp;nbsp; Zum Beispiel:Jeder weiß, dass am Spielautomat nicht wirklich etwas zu gewinnen ist, was demLeben eine neue Richtung verleiht, wie beim Lottospiel oder auch im Kasino. DemRheinland Pfälzer genügt demnach das kleine Glück. Er baut keine traumhaftenLuftschlösser. Er flieht aber dennoch vor der Realität. Denn vor demGeldspielautomaten zählen weder Bildung, noch der Name, noch die Position. Vordem Zufall sind alle gleich. In der Spielhalle gibt es auch keinenentscheidenden großen Kampf, der alles zum Guten wenden kann. Es gibt keinEnde. Hier fängt jeder immer wieder von vorne an. Auf den Rheinland-Pfälzergewendet, kann man sagen: Der Weg ist sein Ziel. So kann man beliebigweiterspinnen. Man kann sagen, dass den Rheinland-Pfälzer dabei nichts aus derRuhe bringt, - wie den Spieler, der in absoluter Anspannung und Aufmerksamkeitim Spiel aufgeht usw. usw. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Übrigens für die, die es nichtbemerkt haben, die Zahl 684 ist natürlich erfunden. Es kommen nur halb so vieleSpielautomaten auf 100.000 Rheinland-Pfälzer. Immerhin noch genug, um denSpitzenplatz zu behaupten. Das ist denn auch der dritte Grund, warum ich mich fürZahlen begeistere: Man kann mit ihnen wunderbar lügen.&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-4236822616781080313?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/4236822616781080313/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/09/milchmadchenrechnung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/4236822616781080313'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/4236822616781080313'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/09/milchmadchenrechnung.html' title='Milchmädchenrechnung'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-WvlVoMaxXYA/TnBGCyNvZ5I/AAAAAAAAAZA/cTo2tv082mg/s72-c/42.png' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-2762877484835037324</id><published>2011-08-14T14:29:00.000-07:00</published><updated>2012-01-05T07:44:46.817-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Mainzer Pioniergeist. Eine verquere Betrachtung des Brandzentrums</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Die Mainzer sind,das muss man bei näherer Betrachtung immer wieder feststellen, nicht nur einäußerst feierlustiges, sondern auch ein ausgefuchstes Völkchen. Entgegen derherkömmlichen Meinung, welche die Mainzer als provinziell oder gar rückständigherabwürdigt, sind sie ihrer Zeit oft weit voraus. Der Fremde erkennt das nichtauf den ersten Blick. Wie auch, wenn ihm der Sinn dafür abgeht? Er verstehtdas nicht. Er kann damit nichts anfangen, zunächst nicht, - weil er allzu sehr inder Gegenwart gefangen ist. Man denke etwa an die Mainzer Republik - das ersteauf bürgerlich-demokratischen Grundsätzen beruhende Staatswesen auf deutschemBoden - und die Reaktion der Preußen und der hessischen Nachbarn darauf. Von soprominenten Mainzern wie Rhabanus Maurus oder Johannes Gutenberg gar nicht zureden.&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: large; line-height: 31px;"&gt;Aber man braucht gar nicht so weit zurückzugehen.Wer sind denn die eigentlichen Vorreiter der Fast-Food- und Coffetogo-Kultur? -Natürlich die Mainzer. Denn was ist die Mainzer Brezel, die man schon immergerne auf der Straße im Vorbeigehen verspeist, anderes als die Vorform desHot-Dogs und des Hamburgers.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: large;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: large;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-_exvD22exwA/TkhBqGmSqrI/AAAAAAAAAPo/fVOzm0XC4Wo/s1600/IMG_0476.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-_exvD22exwA/TkhBqGmSqrI/AAAAAAAAAPo/fVOzm0XC4Wo/s200/IMG_0476.JPG" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Garamond;"&gt;Auch in der Architektur sind die Mainzer Pioniere.Sinnfälliges Beispiel ist der Dom - und auch der Brand. Denn gerade der Brandstellt in der Zeit seiner Errichtung in den frühen 1970er Jahren etwas völligNeues dar, das man erst seit einigen wenigen Jahren zu würdigen in der Lageist. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-hq3mcHFIxpU/TkhBrPVUXeI/AAAAAAAAAPs/QFbnaAepXLY/s1600/IMG_0496.JPG" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-hq3mcHFIxpU/TkhBrPVUXeI/AAAAAAAAAPs/QFbnaAepXLY/s200/IMG_0496.JPG" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Garamond;"&gt;Die Abänderung des Entwurfs des dänischenArchitekten Arne Jacobson durch den Mainzer Architekten Heinz Lautbach kann manzunächst einmal als eine Abkehr von den formalen Experimenten öffentlicherBauten der 1960er und 1970er Jahre hin zu einer pragmatischen Haltung deuten,die weitgehend von den Bedürfnissen der Marktwirtschaft bestimmt wird und dasPrimat des Ökonomischen der kommenden Jahre vorwegnimmt. Dementsprechend reihtsich ein Ladengeschäft an das andere. Das ist auch nach den Umbaumaßnahmen derletzten Jahre so geblieben, die sich an dem Konzept der 1970er Jahreorientieren. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-aF4ljsq6D84/TkhBo_o1jDI/AAAAAAAAAPk/5At0JMSwzJA/s1600/IMG_0418.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-aF4ljsq6D84/TkhBo_o1jDI/AAAAAAAAAPk/5At0JMSwzJA/s200/IMG_0418.JPG" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Garamond;"&gt;Das gesamte Brandzentrum besitzt noch immer - wasin den 1970 Jahren hipp und chic war - den Charme einer überirdischenU-Bahnstation mit angegliederten Geschäften, auch wenn es sich jetzt zum Rathausplatzoptisch ausweitet. Außer einem Eiscafé und insgesamt neun Metallbänken auf demzentralen Platz - fünf um die drei Wasserbecken, die man Brunnen schimpft unddoch nichts anderes als vergessene Pferde- und Hundetränken sind und vier umden Lebensbaum aus Donaukalk, der mitten in einem wie bei einer Begräbnisstätteeingefassten Blumenbeet steht - gibt es keine Kommunikationsmöglichkeiten undRuhezonen. Hierzu kann man vielleicht auch noch das doppelgrabgroße Karree mitden drei in Beton eingelassenen Federwippen und das dazugehörige buntgestreifteZweimeterhäuschen zählen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-ZdK6gcInZvA/TkhBnNptfEI/AAAAAAAAAPg/XcCQYuLUrcs/s1600/IMG_0374.JPG" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/-ZdK6gcInZvA/TkhBnNptfEI/AAAAAAAAAPg/XcCQYuLUrcs/s200/IMG_0374.JPG" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Garamond;"&gt;Ansonsten ist nach wie vor alles auf Einkauf undVerkauf ausgerichtet. Hier wird nicht wie vielerorts gejoggt, geskatet, gewalktoder gebruncht. Auch Flash- und Smartmobs, bei denen sich viele Menschen zuabsonderlichen Kurzaktionen verabreden, finden hier nicht statt. Obwohl dasBrandzentrum außerhalb der Geschäftsöffnungszeiten nahezu menschenleer ist,dient es auch da nicht, wie man es bei niedrig frequentierten überdimensioniertenZweckbauten vermuten könnte, als Übungsplatz für das so genannte Parcouring,einer Sportart, bei der alle möglichen Hindernisse wie Bänke, Mülltonnen,Mauern, Schluchten übersprungen oder überklettert werden. Hier findet man keineGraffitis, keine Street-Art und kein Guerilla-Gardening, wo betonierte undgepflasterte Straßenränder in kleine Blumenbeete verwandelt werden. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-YuWredJB1TU/TkhBtgrhAvI/AAAAAAAAAP0/8dLSkDU5iW0/s1600/IMG_0500.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-YuWredJB1TU/TkhBtgrhAvI/AAAAAAAAAP0/8dLSkDU5iW0/s200/IMG_0500.JPG" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Kurzum: Das Brandzentrum ist nochimmer kein Ort des öffentlichen Lebens. Das aber nimmt der Mainzer im Großenund Ganzen gar nicht als störend wahr. Denn der burgähnliche Komplex mit denstark gefalteten Fassaden und den terrassenförmigen Etagen erfüllt für ihn eineganz andere, viel wichtigere Funktion, worin der Mainzer Pioniergeisteigentlich erst richtig zum Ausdruck kommt: Im Zuge der Globalisierung ist esmittlerweile fast gleichgültig, ob man sich in Mannheim, Dortmund oder Kölnbefindet. Überall findet man McDonalds, Starbucks, H&amp;amp;M und Co. DieEinkaufsstraßen der westlichen Städte sind voll mit internationalenLadenketten, sie sind zu einem austauschbaren Bild geworden. Das Brandzentrumnun verhindert diese zunehmende Angleichung des Mainzer Stadtbildes, mit denenanderer Städte und den Verlust der ortsspezifischen Charakteristika, indem esdiese Ladenketten innerhalb seiner mit graugrünem Quarzitschiffer verkleidetenMauern wie in einem mittelalterlichen Ghetto zusammenpfercht. Es wäre nur nochzu hoffen, dass auch die unterirdischen Parkdecks des Brandzentrums zu solcherArt Ghettoisierung umfunktioniert werden würden.&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', Trebuchet, Verdana, sans-serif; font-size: 13px;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;i&gt;Abdruck in: Mainzer Vierteljahreshefte für Kultur, Politik, Wirtschaft und Geschichte 3/11, S. 5ff.&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.mainz-hefte.de/" style="color: #0b5394; text-decoration: none;"&gt;www.mainz-hefte.de&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-2762877484835037324?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/2762877484835037324/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/08/mainzer-pioniergeist-eine-verquere.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/2762877484835037324'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/2762877484835037324'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/08/mainzer-pioniergeist-eine-verquere.html' title='Mainzer Pioniergeist. Eine verquere Betrachtung des Brandzentrums'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-_exvD22exwA/TkhBqGmSqrI/AAAAAAAAAPo/fVOzm0XC4Wo/s72-c/IMG_0476.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-1130644126984556987</id><published>2011-08-01T11:39:00.000-07:00</published><updated>2011-08-01T12:30:33.074-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Was ist nur mit unseren Politikern los?</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 21px; text-align: justify;"&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: large;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: 17px;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: large;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="font-family: Times; font-size: medium; line-height: 21px; text-align: justify;"&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: large;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: 17px;"&gt;&lt;!--StartFragment--&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: large;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-layout-grid-align: none; mso-line-height-rule: exactly; mso-pagination: none; text-autospace: none;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;Wissen Sie eigentlich, was Spitzenpolitikerwirklich denken, und was sie sagen, wenn kein Journalist, keine Kamera und keinMikrophon in der Nähe ist? Oder wenn sie sich unerkannt glauben? - Nein? Offengestanden, ich auch nicht. Meine Erfahrung mit dem geheimen Gedankenhaushalteines Politikers beschränkt sich lediglich auf ein paar wenige Lokal- und eins,zwei unbedeutende Landespolitiker. Aber auch das kann manchmal sehraufschlussreich sein: &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-smB4J9hxRZY/Tjb91aupeHI/AAAAAAAAAKM/_pofauQZqJo/s1600/Jacket+auf+und+zu.png" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://4.bp.blogspot.com/-smB4J9hxRZY/Tjb91aupeHI/AAAAAAAAAKM/_pofauQZqJo/s320/Jacket+auf+und+zu.png" width="240" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;!--StartFragment--&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; font-size: 11.0pt; mso-ansi-language: DE; mso-fareast-language: DE;"&gt;©&lt;/span&gt;&lt;!--EndFragment--&gt;&amp;nbsp;Christian Kohl&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-layout-grid-align: none; mso-line-height-rule: exactly; mso-pagination: none; text-autospace: none;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;Nehmen wir zum Beispiel diesenjungen Landtagsabgeordneten - sein Name soll hier ungenannt bleiben -, derletzten Samstag beim Mainzer Marktfrühstück vor mir in der Schlange amKaffeewagen stand. Er wirkte kompetent, zumindest verstand er es, sein Jackettin den wenigen Minuten, die er vor mir stand, mehrmals dezent auf- und zuknöpfen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-layout-grid-align: none; mso-line-height-rule: exactly; mso-pagination: none; text-autospace: none;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;Ich begann mich gerade äußerstlebhaft mit einer Freundin über den möglichen Kauf eines Bauernhauses imRheinhessischen zu unterhalten, als er sich lächelnd umdrehte und rundherauserklärte, dass auch er und seine Frau sich vor einiger Zeit überlegt hätten, obsie sich ein Haus auf dem Lande kaufen sollten. Sie hätten sich aber dagegenentschieden. In der langatmigen, wortreichen Sprache eines Politikers zitierteer daraufhin eine Studie, wonach sich die medizinische Versorgung auf dem Landein den nächsten zwanzig bis dreißig Jahren enorm verschlechtern würde. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-layout-grid-align: none; mso-line-height-rule: exactly; mso-pagination: none; text-autospace: none;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;Ich wollte schon entgegnen, dassdies doch nicht unbedingt der Fall sein müsse, dass die Politik dem jaentgegensteuern könne. Doch dann kam schon der Gedankensprung: »Das hat natürlichauch Konsequenzen auf die Immobilienpreise«, sagte er&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;und nahm seinen Latte macchiato in Empfang. »Stellen Siesich vor, Sie kaufen sich jetzt ein Haus für fünfhunderttausend, und in fünfzehnJahren, wenn sie es abbezahlt haben, ist es nur noch die Hälfte wert. - Daswollten wir nicht!«&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-layout-grid-align: none; mso-line-height-rule: exactly; mso-pagination: none; text-autospace: none;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;Nun ist Politiker-Bashingeigentlich so gar nicht meine Sache. Doch ich frage mich noch heute, ob einPolitiker, auch ein Landespolitiker, überhaupt so argumentieren darf? Macht ersich damit denn nicht selbst überflüssig? Wo bleibt der Gestaltungswille, derden Politiker, wie ich bisher dachte, gerade ausmacht, wenn alles dem Markt,dem Schicksal oder wem auch immer überlassen bleibt? Der menschlichen Kreativitätsind kaum Grenzen gesetzt. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie vieleProdukte der Mensch aus Milch herzustellen versteht, oder was er mit 26 oder 30Buchstaben auszudrücken in der Lage ist… &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-layout-grid-align: none; mso-line-height-rule: exactly; mso-pagination: none; text-autospace: none;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;Fühlt sich der einzelneAbgeordnete aufgrund der vielfältigen Zwänge von Fraktionen undParteiapparaten, wie eine andere Studie besagt, vielleicht einfach machtlos, umfür die Interessen seiner Wähler einzustehen? Dann muss man sich als Wahlbürgeraber leider fragen, wozu man ihm denn seine Stimme gegeben hat.&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;!--EndFragment--&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-1130644126984556987?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/1130644126984556987/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/08/was-ist-nur-mit-unseren-politikern-los.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/1130644126984556987'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/1130644126984556987'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/08/was-ist-nur-mit-unseren-politikern-los.html' title='Was ist nur mit unseren Politikern los?'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-smB4J9hxRZY/Tjb91aupeHI/AAAAAAAAAKM/_pofauQZqJo/s72-c/Jacket+auf+und+zu.png' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-4113623308361951992</id><published>2011-06-29T02:43:00.000-07:00</published><updated>2011-06-29T02:50:20.132-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Und es bewegt sich doch!</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px;"&gt;Eine Stadt lebt von Bewegung. Man könnte auch sagen, Bewegung ist ihr Leben. Das ist bei Menschen, die einen wesentlichen Teil dessen ausmachen, was wir Stadt nennen, auch nicht anders. In einer Erzählung von Joseph Conrad wird der an Tuberkulose erkrankte Titelheld James Wait auf einer Schiffsfahrt von Bombay nach London gefragt, warum er die Reise trotz seiner Krankheit angetreten habe. Woraufhin er antwortet: »Ich muss leben, bis ich sterbe - oder nicht?« Eine triviale und dennoch außergewöhnliche Antwort, die seine Reise mit seinem Leben gleichsetzt, eine Offenlegung der Motive aber schuldig bleibt.  &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Die Gründe, warum wir uns in Bewegung setzen und nicht in Trägheit verharren, sind sehr vielfältig und abhängig von unseren jeweiligen Bedürfnissen, allen voran den Grundbedürfnissen. Eine wichtige Rolle spielt das Geld. Wobei zu viel davon, was der Neoliberalismus mit Bedacht verschweigt, wiederum träge macht. Linda Evangelista, eines der bestbezahlten Fotomodelle der 1990er Jahre, sagte einmal: »Für unter 10.000 Dollar am Tag, stehen wir gar nicht erst auf.«  &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-slTX_CAiMDA/Tgry8Yo0LKI/AAAAAAAAAGA/YprVb45aPpw/s1600/18.png" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://3.bp.blogspot.com/-slTX_CAiMDA/Tgry8Yo0LKI/AAAAAAAAAGA/YprVb45aPpw/s320/18.png" width="240" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: 'Times New Roman'; font-size: 10pt;"&gt;©&lt;/span&gt;&amp;nbsp;   Christian Kohl&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Die betuchten Trägen bewegen sich nur, wenn es nicht mehr zu vermeiden ist, und wenn es an ihre Pfründe geht, auf die sie ein natürliches Anrecht zu haben glauben. Das gilt auch bei jeder Art von staatlicher Alimentierung, was man im Zuge von Sparmaßnahmen immer wieder beobachten kann. Nehmen wir die Spar-Diskussion um das Mainzer Staatstheater: Jetzt endlich verlassen auch die trägen Theaterleute ihre ummauerte Festung, um Verbündete im Kampf gegen den Rotstift zu suchen und ganz nebenbei, weil es gerade nützlich ist, auf hohem Ross den Untergang der Kultur zu beklagen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Wie lange haben wir darauf gewartet, auch wenn sie mit einer Affenliebe an überkommenen feudalen Strukturen festzuhalten versuchen! Dachten wir doch schon, das hohe Haus scheue den Umgang mit uns Mainzer Bürgern. Wir seien ihnen nicht gut genug. Wie viele Mainzer Schauspieler, Regisseure und Autoren müssen ihr Brot in fremden Landen verdienen, anstatt in ihrer Heimat zu brillieren! Wie viele Mainzer haben schon damit begonnen, das Theater als Fremdkörper im kulturellen Leben der Stadt zu betrachten und sich seine Öffnung zu wünschen! Denkbar wären Kooperationen mit den unzähligen und unterschiedlichsten Kulturprojekten, die ein Kellerdasein fristen, - und zwar nicht, weil es ihnen an Qualität, sondern an finanziellen Mitteln mangelt. Oder eine Nacht des Theaters mit Spielstätten überall in der Stadt…  &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Aber damit sich in Mainz noch mehr bewegt, wäre es an langsam an der Zeit, sich auch die Palliativrhetoriker in Politik und Wirtschaft vorzunehmen und gegen die selbst verordneten Diäten, die fetten Unternehmergewinne, die saftigen Abfindungen von ausscheidenden Vorstandsmitgliedern und die Ämterhäufung anzugehen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-4113623308361951992?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/4113623308361951992/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/06/und-es-bewegt-sich-doch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/4113623308361951992'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/4113623308361951992'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/06/und-es-bewegt-sich-doch.html' title='Und es bewegt sich doch!'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-slTX_CAiMDA/Tgry8Yo0LKI/AAAAAAAAAGA/YprVb45aPpw/s72-c/18.png' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-178766325387649450</id><published>2011-05-16T22:14:00.000-07:00</published><updated>2011-05-16T22:14:26.519-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>A Gutjse uff em Backe</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 25px;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt;Die Sprache sei dem Menschen gegeben, um seine Gedanken zu verbergen, bemerkte einst der Franzose Talleyrand gegenüber dem spanischen Botschafter. Als Staatsmann und Wendehals wusste er wohl, wovon er sprach. Sprache kann beschwichtigen und verschleiern. Mit ihr lässt sich Unschönes mit schönen Worten ausdrücken. Man denke an so wohlklingende Ausdrücke wie &lt;i&gt;Entsorgungspark&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 25px;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt;, &lt;i&gt;sozialverträgliches&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 25px;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; &lt;i&gt;Frühableben&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 25px;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt;, &lt;i&gt;Freistellung&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 25px;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; oder &lt;i&gt;Minuswachstum&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 25px;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt;. Euphemistische Wortschöpfungen dienen aber nicht einfach nur der Beschönigung und Verhüllung von Aspekten, die als negativ empfunden werden, sondern sie enthalten auch Elemente der bewussten Täuschung. Kein Wunder also, dass sie bei Politkern beliebt sind, wie überhaupt bei Entscheidern jeder Art, wenn aus Motiven wie Profilierungs- und Profitdenken die eigenen Interessen ohne Gesichtsverlust durchgesetzt werden sollen; sicher auch um das schlechte Gewissen zu beruhigen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-SB_gd0TqywA/Tb674yeuzFI/AAAAAAAAAFo/ewPlz9byTmY/s1600/reiter.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/-SB_gd0TqywA/Tb674yeuzFI/AAAAAAAAAFo/ewPlz9byTmY/s320/reiter.jpg" width="238" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt;SCHWALLJEE&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: normal;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: x-small;"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; © &amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: x-small;"&gt;Karin-Anne Beckers&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&amp;nbsp;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt;Eine herausragende Stellung nehmen Fremdwörter ein: Zum einen, weil sich mancher über ihre Bedeutung nicht im Klaren ist. Auf diese Weise wird eine künstliche Undurchsichtigkeit erzeugt. Zum anderen, weil sie als elegante Variante des entsprechenden deutschen Ausdrucks gelten wie z. B. &lt;i&gt;Seniorenresidenz&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt;, &lt;i&gt;Pazifikation&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; und &lt;i&gt;Flexibilität&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt;. Unter dem Einfluss des globalisierten Englisch besonders des Business-English wird fast alles Unangenehme zu verschleiern versucht und das Alltägliche herausgeputzt. &lt;i&gt;Outsourcing&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; und &lt;i&gt;Lean Production&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; kaschieren Entlassungen, die &lt;i&gt;Payback Card&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; erweckt den Anschein, als würde einem etwas rückerstattet, &lt;i&gt;Personal-Controlling&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; ist nichts anderes als Mitarbeiterkontrolle, &lt;i&gt;Social Engineering&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; Bespitzelung und &lt;i&gt;Productplacement&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; Schleichwerbung. Als Marketingexperte in eigener Sache stellt man etwas in die &lt;i&gt;Pipeline&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt;, wenn man etwas auf den Weg bringen möchte und rennt von einem &lt;i&gt;Meeting&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; zum anderen. Mit einer solchen Beeindruckungsrhetorik wird selbst das Gewöhnliche aufgewertet: die schnöde Steckdose wird zum &lt;i&gt;Power Point&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt;, der Hausmeister zum &lt;i&gt;Facility Manager&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; und der Lehrling zum &lt;i&gt;Trainee&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt;, dem dadurch zusätzliche Career-Options eröffnet zu sein scheinen. Kein erwachsener Mensch käme wohl auf die Idee, mit einem Kinderroller durch die Stadt zu fahren, wenn man diesen nicht &lt;i&gt;Kickboard&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; nennen würde. Alter Wein in neuen Schläuchen findet man auch in der Mitarbeiterführung. So ist das &lt;i&gt;Management by walking around&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; nichts anderes als der gute, alte Chefrundgang und das &lt;i&gt;Management by Delegation&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; nichts als die Vertuschung von Entscheidungsschwäche.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-OeWQHunopWg/Tb6768P3V8I/AAAAAAAAAFs/8vWc4OJ4du0/s1600/soldat.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/-OeWQHunopWg/Tb6768P3V8I/AAAAAAAAAFs/8vWc4OJ4du0/s320/soldat.jpg" width="135" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt;SCHWOLLESCHEE&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small; line-height: 25px;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small; line-height: 25px;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em; padding-bottom: 6px; padding-left: 6px; padding-right: 6px; padding-top: 6px; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="font-size: 11px; padding-top: 4px; text-align: center;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: normal;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: x-small;"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; © &amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: x-small;"&gt;Karin-Anne Beckers&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt;Diesen hochtrabenden Täuschungsversuchen ist nur noch der Dialekt gewachsen, der als regionale Antwort auf die gleichmacherische Globalisierung in jüngster Zeit eine erstaunliche Dynamik entwickelt. Im Gegensatz zur Hochsprache erlaubt die Mundart mehr Lässigkeit und mehr Emotionen. Was immer wieder überrascht, ist ihr respektloser und antipathetischer Umgang mit inhaltslosen Redefloskeln, die gewichtig daher kommen und gescheit wirken wollen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt;&amp;nbsp;»Mer losse uns kää Gutsje uff de Backe mole«, heißt es in Mainz. Wie einfallsreich und entlarvend der Mainzer Dialekt sein kann, zeigt sich in der Übernahme französischer Ausdrücke vor allem in der Zeit zwischen 1797 und 1814, in der Mainz und Rheinhessen als &lt;i&gt;Département Mont Tonnere&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; dem französischen Staatsgebiet einverleibt war. Während die meisten so genannten Gallizismen in der Hochsprache im Schrift- und Lautbild unverändert geblieben sind, wurden sie der Mundart zunächst einmal durch eine Lautverschiebung angepasst wie etwa Wisawi (frz. vis à vis = gegenüber), pee a pee (frz. &lt;i&gt;peu á peu&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; = Stück für Stück), Kurasch (frz. &lt;i&gt;courage&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; = Mut), Bulwerschmaa (&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 16px;"&gt;frz.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt;&lt;i&gt;bouleversement&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; = Durcheinander) oder dischbediere (frz. &lt;i&gt;disputer&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; = streiten). Schon allein der neue Klang verleiht den durchaus vornehm klingenden französischen Ausdrücken etwas Derbes und Deftiges. Ja, man könnte sogar sagen, der Mainzer wie auch der Rheinhesse macht sich über sie lustig und reißt damit den Besatzern die Maske vom Gesicht.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-yPfMVgWl0iI/Tb671Inkx0I/AAAAAAAAAFk/zghtcUyWOJU/s1600/depute%25CC%2581.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://3.bp.blogspot.com/-yPfMVgWl0iI/Tb671Inkx0I/AAAAAAAAAFk/zghtcUyWOJU/s320/depute%25CC%2581.jpg" width="131" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt;DEPPEDDE&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: 11px; font-weight: normal;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small; font-weight: normal; line-height: 25px;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: 11px; font-weight: normal;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small; font-weight: normal; line-height: 25px;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-bottom: 0.5em; margin-right: 1em; padding-bottom: 6px; padding-left: 6px; padding-right: 6px; padding-top: 6px; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="font-size: 11px; padding-top: 4px; text-align: center;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-style: normal;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: x-small;"&gt;© &amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: x-small;"&gt;Karin-Anne Beckers&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt;Es ist sicher nur die halbe Wahrheit, dass den Menschen, die zur Franzosenzeit überwiegend in einfachen Verhältnissen lebten, eine korrekte Aussprache des Französischen nur schwer möglich gewesen sei. Man unterschätzt dabei die subversive und karikierende Kraft der Volkskultur. Betrachtet man die französischen Lehnwörter aus dem Bereich der Politik, Verwaltung und Justiz, die auf den Alltag angewandt wurden, dann wird das Renitente und Entlarvende der Mundart klar. Was die Mainzer generell von der französischen Republik hielten, die ab 1799 unter Napoleon allmählich zu einem halbdikatorischen Regime mit plebiszitären Elementen mutierte, zeigt sich wie in einem Brennglas in der Bedeutungsverschiebung von &lt;i&gt;le fagot&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt;, dem Reisigbündel und bedeutenden Symbol der frisch errungenen Volkssouveränität, zu dem Mainzer Begriff Fachot für Sprüchmacher. Dementsprechend wurde der &lt;i&gt;Procureur de l’état&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; (der Oberstaatsanwalt) als Staatsproggerader und der Chevalier (der Ritter der Ehrenlegion) als Schwalljee zur Bezeichnung eines Schwätzers und Angebers, der &lt;i&gt;Deputé&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; (der Abgeordnet) als Deppedde zu einem Depp und die &lt;i&gt;Chevau-légers&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; (die Soldaten der leichten Kavallerie) als Schwolleschee zu Lackaffen. In dieser Linie steht auch die Briambel (frz. &lt;i&gt;le&lt;/i&gt; p&lt;i&gt;réambule&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt; = Vorrede) für weitläufiges Geschwätz. Welche Rolle die Mainzer dem vornapoleonischen Souverän, dem Volk (frz. &lt;i&gt;le peuple&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt;) zuwiesen, lässt sich in dem Verb aappeewele (jemanden durch freche, unflätige Worte provozieren) nur noch erahnen.&amp;nbsp; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt;»Da is kei Wort französisch«, sagt der Mainzer und meint damit im übertragenen Sinne, dass hier nichts beschönigt wird. Hoffentlich behält er recht!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 12pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', Trebuchet, Verdana, sans-serif; font-size: 13px;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;i&gt;Abdruck in: Mainzer Vierteljahreshefte für Kultur, Politik, Wirtschaft und Geschichte 2/11, S. 4ff.&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.mainz-hefte.de/" style="color: #0b5394; text-decoration: none;"&gt;www.mainz-hefte.de&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-178766325387649450?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/178766325387649450/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/05/gutjse-uff-em-backe.html#comment-form' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/178766325387649450'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/178766325387649450'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/05/gutjse-uff-em-backe.html' title='A Gutjse uff em Backe'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-SB_gd0TqywA/Tb674yeuzFI/AAAAAAAAAFo/ewPlz9byTmY/s72-c/reiter.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-1808610846380334278</id><published>2011-05-03T09:50:00.000-07:00</published><updated>2011-05-03T22:18:35.675-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Mainzer Wohlfühlkompetenz</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Wer in diesem Frühling des Öfteren kurz nach Sonnenaufgang am Viktor-Hugo-Ufer entlang spaziert, kennt die zehn bis fünfzehn weiß gewandten Männer und Frauen mittleren Alters schon, die dort fast täglich, mit ebenso weißen Baseballschlägern oder anderen keulenartigen Gerätschaften bewaffnet, scheinbar regungslos um einen Haufen Pappkartons in allen Größen und Formen zusammenstehen. Er wundert sich auch nicht mehr, wenn dieses Grüppchen, das in dieser frühen Morgenstunde von weitem ein wenig an die Elfen Tolkiens erinnert, plötzlich damit beginnt, auf die leeren Pappkartons einzuprügeln, bis diese ganz platt sind und dabei »Stärke deinen Morgen!« zu murmeln. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Das, was hier wie eine esoterische Zeremonie oder asiatische Kampfsportart daher kommt, ist nichts anderes als »Container Bashing«, ein neuer Wellnesstrend, der an den Stränden Südkaliforniens entwickelt wurde, damit kleinere und mittlere Angestellte im Dienstleistungsbereich ihr Aggressionspotential neutralisieren und so im Job tausendprozentig funktionieren können. »Container Bashing« soll vor allem dem Burnout-Syndrom vorbeugen, indem es die aggressiven Impulse etwa im Umgang mit ungebührlichen Kunden, aber auch mit fordernden Vorgesetzten nach außen ableitet, ohne dass sie sich nach innen richten können und man sich selbst beschädigt. Das ermöglicht dem Einzelnen, neue Energie aufzutanken. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-swepKb2js5w/TcAkTrKwK0I/AAAAAAAAAF4/QwGyInY7EGk/s1600/Mainzer+Wohlfu%25CC%2588hlkompetenz.png" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/-swepKb2js5w/TcAkTrKwK0I/AAAAAAAAAF4/QwGyInY7EGk/s320/Mainzer+Wohlfu%25CC%2588hlkompetenz.png" width="240" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: 'Times New Roman'; font-size: 10pt;"&gt;©&lt;/span&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;Christian Kohl&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Ähnlich wirken auch die so genannten Kuschelpartys, bei denen sich einander fremde Menschen treffen, um für zwanzig Euro in ruhiger und angenehmer Atmosphäre bekleidet miteinander zu kuscheln. Wobei hier allerdings das entspannende Moment im Vordergrund steht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Blickt man aber in die Gesichter sowohl der Kuschler als auch der Container-Schläger, dann muss man feststellen, dass sie nicht besonders glücklich wirken. Sie strahlen wie fast alle, die sich neuen Wellnesstrends verschrieben haben, eher so etwas wie luxuriöse Leblosigkeit aus. Es ist wie mit Menschen, die sich für sportlich halten, weil sie im Trainingsanzug die Sportschau gucken. Statt Kartons einzuschlagen und sich mit Aloe-Vera-Keksen vollzustopfen, sollten sie sich doch eher auf das Mainzer Wesen zurückbesinnen, wenn es ihnen »bis zum Kracheknebbchen (Kragenknöpfchen) steht« und in ebendieser Sprache »die Sterne vom Himmel runterschenne«. Für jede Lebenssituation gibt es unnachahmliche Mainzer Wörter und Sprüche etwa, wenn der Chef den Lohn kürzen will, um am Markt bestehen zu können: »Sie babbele e Blech zusamme, ei merr hört’s jo schunn klimpern«. Adressatengerichtetes Schimpfen - und gerade auf Määnzerisch - löst innere Spannungen, baut Aggressionen ab, beugt psychosomatische Krankheiten vor und erhöht nicht zuletzt das Selbstwertgefühl, alles Dinge, die uns Wellness verspricht.&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', Trebuchet, Verdana, sans-serif; font-size: 13px;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;i&gt;Abdruck in: Lokale Zeitung Mainz Mai 2011.&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px;"&gt;&lt;a href="http://www.lokalestadtausgabe.de/"&gt;www.lokalestadtausgabe.de&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: 'Trebuchet MS', Trebuchet, Verdana, sans-serif; font-size: 13px;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-1808610846380334278?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/1808610846380334278/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/05/mainzer-wohlfuhlkompetenz.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/1808610846380334278'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/1808610846380334278'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/05/mainzer-wohlfuhlkompetenz.html' title='Mainzer Wohlfühlkompetenz'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-swepKb2js5w/TcAkTrKwK0I/AAAAAAAAAF4/QwGyInY7EGk/s72-c/Mainzer+Wohlfu%25CC%2588hlkompetenz.png' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-318249362775917360</id><published>2011-04-24T08:54:00.000-07:00</published><updated>2011-04-24T08:54:59.339-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Ich bin dann mal still</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 25px;"&gt;Was wäre, wenn Sie und alle anderen Leser die Lektüre dieser Kolumne nach dem ersten Satz beenden würden? Dann hätte ich natürlich ein Problem. Denn dann hätte ich die Kolumne umsonst geschrieben. Das zeigt wie wichtig Aufmerksamkeit ist.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-EAwqOGfP5g0/TbREoBBUR1I/AAAAAAAAAFg/YAk-D6sgOio/s1600/Papagei2.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://2.bp.blogspot.com/-EAwqOGfP5g0/TbREoBBUR1I/AAAAAAAAAFg/YAk-D6sgOio/s320/Papagei2.jpg" width="220" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 25px;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 25px;"&gt;Die Aufmerksamkeit des anderen zu gewinnen, gehört wohl wie Essen und Trinken zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Wir halten es einfach nicht aus, keine Rolle im Seelenleben der anderen zu spielen. Ja, wir nehmen sogar bleibenden Schaden, wenn wir kein Mindestmaß an Zuwendung beziehen. Aufmerksamkeit ist heute allerdings - angesichts der Informationsfülle und Reizüberflutung - eine äußerst knappe Ressource, um die ein regelrechter Kampf entstanden ist. Alles will und muss auffallen: das Produkt, der Politiker, die Nachricht, der Film, die Show, die Stadt … ja, auch wir selbst. Früher konnte man das noch durch ein außergewöhnliches Outfit erwirken, heute aber, wo alles Ausgefallene sofort zur Mode wird, funktioniert das nicht mehr. An dessen Stelle ist das Dampfgeplauder also das inhaltslose, oftmals widersinnige Geschwätz getreten, das mit vokalreichen, meist englischen Begriffen wie »Performance«, »Rebranding«, »Meeting« - um nur die gängigsten zu erwähnen - angereichert wird. Das ist zwar alles nicht neu, denn unsere Sprache ist gespickt mit substanzlosen Lehnwörtern und inhaltsleeren Wortneuschöpfungen, die das Mittelmaß und die mangelnde Kompetenz des Redners kaschieren sollen. Doch neu muss es sich anhören, und wichtig, so als ob man die Welt gerade selbst erschaffen hätte. Worte sind heute des Kaisers neue Kleider. Sätze wie »Sorry, ich hab gleich ein Date« werden mit einer solchen Vehemenz und papageienhaften Penetranz vorgetragen, dass wir gar nicht umhinkommen, den Redner für eine unabkömmliche und beliebte Persönlichkeit zu halten. Wir lassen solches&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 25px;"&gt;Geplapper unhinterfragt über uns ergehen, sind beeindruckt und werden dabei selbst angesteckt. So hörte ich mich neulich wie ferngesteuert plappern: »Das finde ich irgendwie klasse, aber auch ziemlich strange.« Hauptsache irgendetwas gebabbelt, möchte man da sagen. Denn der Satz bedeutet eigentlich nichts und ist nichts als heiße Luft. Es war lediglich der Versuch, eine als unangenehm empfundene Redepause abzuwenden und mich in den Vordergrund zu drängen.&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="line-height: 25px;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Kurzum: Wir hören nicht mehr zu. Wir denken nicht mehr nach. Und trachten nur noch danach uns selbst zu »verkaufen«. Vielleicht auch, weil wir es müssen. Man könnte ja die Fastenzeit zum Anlass nehmen, um sich hin und wieder mal in Schweigen zu üben. Das andere ergibt sich daraus sicherlich. - Ich bin dann mal still!&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-318249362775917360?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/318249362775917360/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/04/ich-bin-dann-mal-still.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/318249362775917360'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/318249362775917360'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/04/ich-bin-dann-mal-still.html' title='Ich bin dann mal still'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-EAwqOGfP5g0/TbREoBBUR1I/AAAAAAAAAFg/YAk-D6sgOio/s72-c/Papagei2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-400351615322060797</id><published>2011-03-14T14:34:00.001-07:00</published><updated>2011-03-15T23:23:28.765-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Gewohnheitsblind</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 25px;"&gt;Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Daran gibt es nichts zu rütteln. Dies gilt im Besonderen, wenn es um unseren Alltag geht. Viele, wahrscheinlich die meisten, unserer Handgriffe sind so routiniert, dass sie ausgeführt werden, ohne dass wir großartig darüber nachdenken müssen. Erst wenn etwas den gewohnten Ablauf behindert, fällt uns auf, dass wir mechanisch gehandelt haben. – Lassen Sie sich doch mal bei morgendlichen Tätigkeiten wie dem Toilettengang, der Zeitungslek-türe oder dem Eierköpfen stören. Der ganze Tag gerät aus den Fugen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: justify;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="https://lh5.googleusercontent.com/-tsXJHpLSqEo/TX6KbtBg5WI/AAAAAAAAAFU/NYTP5fyVGYk/s1600/Eierko%25CC%2588pfen.png" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="https://lh5.googleusercontent.com/-tsXJHpLSqEo/TX6KbtBg5WI/AAAAAAAAAFU/NYTP5fyVGYk/s320/Eierko%25CC%2588pfen.png" width="240" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Symbol; font-size: large;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: 17px;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Symbol; font-size: large;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: 17px;"&gt;&lt;div style="font: 13.0px Garamond; margin: 0.0px 0.0px 0.0px 36.0px; text-indent: -36.0px;"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp; &amp;nbsp;© Christian Kohl&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Gewohnheiten und Rituale scheinen ein stabilisierender Faktor für die Psyche zu sein. Sie helfen uns, uns im Leben zurecht zu finden, schleusen uns durch den Alltag, dienen der Angstabwehr und sorgen für Halt und Struktur. Sicher wirken sie auch lebensverlängernd. Nicht umsonst ver-suchen wir liebgewordene Gewohn&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px;"&gt;heiten durch neue zu ersetzen, wenn wir sie aufgeben müssen. Das treibt manchmal seltsame Blüten, die uns bei anderen häufig zwanghaft erscheinen, und es vielleicht auch sind. Etwa wenn der andere zuhause angekommen sofort den Computer hochfährt, um seine Mails zu checken, oder den Anrufbeantworter abhört. Da wäre z. B. auch der ständige Blick auf das Handy, womit der Mangel an sozialen Beziehungen kompensiert und eine gewisse innere Unruhe zum Ausdruck gebracht wird. Oder die Konsultation von Horoskopen und Wahrsagern bei jeder, auch der unbedeutendsten Entscheidung. Das können wir alles irgendwie nachvollziehen, hängt es doch mit dem Bemühen nach Sicherheit und Halt in einer unruhigen schnelllebigen Zeit zusammen. Außerdem gewöhnen wir uns ganz schnell auch an unvernünftige Dinge und nehmen sie als normal hin, wenn sie nur von genug Artgenossen praktiziert werden.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Wie ist das aber mit Gewohnheiten und Ritualen, die nur von wenigen oder einer bestimmten Gruppe von Menschen ausgeübt werden? Nehmen wir die Installateure. Wie in schamanistischen Ritualen stehen sie bei der alljährlichen Wartung mit maskenhaftem Gesicht beschwörend vor der Gastherme, schrauben sie auf und schrauben sie wieder zu, wobei sie kopfschüttelnd und lautmalend kein gutes Haar an ihren Vorgängern lassen. Nun, auch das nehmen wir als normal hin, auch wenn wir etwas irritiert daneben stehen. Und die Rituale bei Politikern? Etwa am Wahlabend? – Auch das ist eine altgewohnte und daher für uns normale Prozedur. Obwohl gerade dieser formelhaft heruntergebetet kleine Satz »Wir haben einen guten Wahlkampf geführt!« uns eigentlich immer wieder stutzig machen müsste. Denn sollte es nicht um gute Regierungs- oder Oppositionsarbeit gehen? Fußballer sagen ja auch nicht »Wir haben uns schön die Haare gekämmt«, bevor sie sich ans Spiel machen.&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-400351615322060797?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/400351615322060797/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/03/gewohnheitsblind.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/400351615322060797'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/400351615322060797'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/03/gewohnheitsblind.html' title='Gewohnheitsblind'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='https://lh5.googleusercontent.com/-tsXJHpLSqEo/TX6KbtBg5WI/AAAAAAAAAFU/NYTP5fyVGYk/s72-c/Eierko%25CC%2588pfen.png' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-3535078641271934408</id><published>2011-02-17T01:27:00.000-08:00</published><updated>2011-02-21T06:33:46.305-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Mainz –  die Kaderschmiede. Eine Spurführung</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Sind Sie neugierig, und schauen gerne hinter die Dinge?&amp;nbsp; – Nun dann verfügen Sie sicher auch über eine ausgeprägte Beobachtungsgabe. Sie waren auch gewiss schon einmal auf einem Maskenball? Dann ist Ihnen im wilden Durcheinander ohne Zweifel nicht entgangen, dass selbst das schlichteste Kostüm, das seinen Träger eigentlich verbergen sollte, nichts anderes tut, als ihn – im Gegenteil – zu verraten. Wer sich maskiert, kehrt sein Innerstes nach außen, seine geheimsten Wünsche und Hoffnungen, seine Bedürfnisse und Leidenschaften, seinen Drang nach Aufmerksamkeit wie auch nach Anpassung, kurzum der ganze Mensch steckt in der Maske. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Was für den Einzelnen gilt, gilt auch für eine ganze Stadt. Gerade hinter der Maske offenbart sie ihr wahres Gesicht. Womit wir bei der Mainzer Fastnacht wären. In den unterschiedlichsten Handlungen und Ereignissen, die sich zu einem ausgelassenen und bunten Treiben verknüpfen, stülpt sie eine ganze Maske über Jung und Alt. Kein Mainzer kann sich dem entziehen. Die Fastnacht drückt ihm ihren Stempel auf und webt sich Jahr für Jahr in seine Denk- und Lebensart hinein.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Was aber verrät sie über den Mainzer an sich? Zunächst einmal, dass er ein einfallsreiches und erfinderisches Wesen ist; er ist kreativ, wie man im Marketingdeutschen so schön sagt, was während der Fastnacht aber kein bloßes Lippenbekenntnis ist. Denn er muss aus einer unendlichen Vielzahl an Möglichkeiten ein Kostüm auswählen oder zusammenbasteln, das seinen Anforderungen und Wünschen entspricht, wenn er nicht gerade zu einer Garde oder einem Fastnachtsverein gehört. Nicht selten kommt es dabei zu kuriosen Entscheidungen: Da verwandelt sich der brave Biedermann plötzlich in einen Schurken, der Umweltsünder in eine zarte Blume, der Harz-IV-Empfänger in einen Firmenboss und der Prüde in einen ungenierten Frauenheld. Männer werden zu Frauen und Frauen zu Männern. Das macht den Mainzer mit unterschiedlichen, ja gegensätzlichen Denk- und Verhaltensmustern vertraut und erlaubt ihm die Einnahme eines Standpunktes jenseits des gewöhnlichen Lebens und gelegentlich auch jenseits der Logik. Darüber hinaus übt es ihn ein in Flexibilität und Toleranz. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Damit aber nicht genug: Die Fastnacht weist ihn obendrein als ausgesprochenes &lt;i&gt;Zoon politikon&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt; aus. Denken wir an die Fastnachtsitzungen – wahre Schulen der Demokratie. Natürlich auch die Fastnachtsumzüge. Mit ihren Fahnen und Figuren, ihren Parolen und Symbolen gleichen sie politischen Demonstrationen und Massenkundgebungen. Hinter der Maske des Narren nimmt der Mainzer kein Blatt vor den Mund. In den Fastnachtssitzungen, die Parlamentsdebatten und Gerichtsverhandlungen parodieren, übt er sich darin, &lt;i&gt;coram publico&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt; große Reden zu schwingen, ohne auch nur einzige Pointe auszulassen. Ja, der Mainzer ist redegewandt. Da fällt es nicht ins Gewicht, wenn seine Rede mit vernachlässigenswerten Obszönitäten gespickt ist, selbst in der Gestik, was ein klein wenig an den Südländer erinnert. Das Pathos ist dem Mainzer ebenso fremd wie die verdruckste Betroffenheit. In der Bütt legt er den Finger in die Wunde und nimmt jegliche Missstände aufs Korn, besonders aber die kleinen menschlichen Schwächen, über deren Verspottung er häufig sogar sein ewigwährendes Lamento über die hohen Steuern und die große Politik vergisst.&amp;nbsp; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-KYqtwV-uL_E/TVpuLIz6uKI/AAAAAAAAAFQ/iZ_OOFK9jyw/s1600/Grafik+-+Mainz_die+Kaderschmiede.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://3.bp.blogspot.com/-KYqtwV-uL_E/TVpuLIz6uKI/AAAAAAAAAFQ/iZ_OOFK9jyw/s400/Grafik+-+Mainz_die+Kaderschmiede.jpg" width="285" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr align="left"&gt;&lt;td class="tr-caption"&gt;© Karin -Anne Beckers&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;All das spiegelt sich auch in der besonderen Art seines Humors wider, den der Mainzer sich von Kampagne zu Kampagne antrainiert hat, und der von Fremden mitunter als sehr daneben, aber als äußerst lustig wahrgenommen wird. Wodurch er seinem Leben ungeachtet aller Erschwernisse und Erschütterungen komische Seiten abgewinnen und den kleinen und großen Katastrophen des Alltags mit einem Lachen begegnen kann. Sein Lachen gibt ihm die Gewissheit, jede nur erdenkliche Situation, sei es eine Finanz- oder Wirtschaftskrise, bewältigen zu können, indem es das Schreckliche herabmindert. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Der Mainzer lacht an Fastnacht über alles, besonders aber über das Hochstehende, das Ideelle und Abstrakte, er holt es damit herunter in den Bereich des Banalen. Für große revolutionäre Ideen ist er daher nicht zu begeistern. »Dess sinn doch alles Färz!«, wird er hierauf lapidar entgegnen, oder einfach nur »Kokolores«. Für Nichtmainzer werden solche Kommentare immer wieder als Zeichen seiner Behäbigkeit und Unfreundlichkeit gedeutet, obwohl sie eigentlich nichts anderes als Bodenständigkeit zum Ausdruck bringen wollen, die Dinge und sich selbst nicht immer allzu ernst zu nehmen. Das Lachen macht seinen Kopf frei, nimmt ihm den Druck und lässt ihn in Gleichmut der Dinge harren, die da kommen werden. «Heile, heile Gänsje. Es wird bald widder gut…«&amp;nbsp; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Der Mainzer lacht an Fastnacht aber nicht allein, sondern mit jedem, der auch nur in seine Nähe kommt. Fastnacht ist das Fest der Entgrenzung und der Integration. Was allein schon die Frage, »Wolle mer se roilosse« zum Ausdruck bringt, die bislang wahrscheinlich noch nie mit einem »Nein« beantwortet wurde. Im alkoholgeschwängerten Dunst der vielen Leiber gibt es keine Schranken und Hierarchien mehr, die Distanz ist aufgehoben. Singend, tanzend und klatschend hört der Mainzer auf, er selbst zu sein, um zu einem untrennbaren Teil des Ganzen zu werden, wenn auch manchmal nur für einige Sekunden. Dieses ekstatische Erlebnis festigt das Zusammengehörigkeitsgefühl auch außerhalb der Fastnacht und gebiert den typisch Mainzer Teamgeist, wie er sich etwa in der Fankultur von Mainz05 zeigt, wo es immer wieder zu neuem Leben erweckt wird. Nicht umsonst skandieren die Fans: »Wir sind &lt;b&gt;nur&lt;/b&gt; ein Karnevalsverein!« Der Mainzer Fußball ist damit sozusagen die Fortsetzung der Fastnacht mit anderen Mitteln. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Und so können wir beinahe endlos fortfahren. Klar wird schon jetzt, dass dieser periodisch wiederkehrende Exzess Eigenschaften hervorbringt, die den Mainzer zu höheren Weihen befähigt, und zwar nicht nur im Fußball. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Die Gleichartigkeit von Politik und Fastnacht liegt auf der Hand. Beides durchdringt sich sogar. Allerdings bislang nur auf lokaler Ebene. Der Mainzer bleibt hier weit hinter seinen Fähigkeiten zurück. Was hindert ihn daran, Kanzler oder Präsident zu werden? Dank der Fastnacht ist er redegewandt, sitzungs- und gremienerfahren, er verfügt über Krisenbewältigungskompetenz, er kann organisieren, mobilisieren und nicht zuletzt Seilschaften knüpfen. Und soll einer sagen, er hätte keine Ausstrahlung! Man braucht sich nur die Fernsehsitzung anzusehen. Wie es hier funkelt und blitzt. Und dann die Einschaltquote! Viel höher als bei jeder Haushaltsdebatte im Bundestag. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Die Krisenbewältigungskompetenz, die der Mainzer in seinem Lachen unter Beweis stellt, ist nicht nur in der Politik, sondern auch in der Wirtschaft sehr gefragt. Das gilt ebenso für seine Kreativität, seine Flexibilität, seine Team- und Integrationsfähigkeit und Eigeninitiative. Alles Fähigkeiten, über die Führungskräfte verfügen sollen, und die durch teure Managementtrainings eingeübt werden, sei es, dass sich die High Potentials, wie man die Anwärter auf Führungspositionen nennt, einen Berg hinunterstürzen, oder einen Eierlauf absolvieren. Angesichts dieses Unfugs ist man leicht versucht zu sagen: Ja, dann schickt sie doch zur Mainzer Fastnacht ins Trainingscamp. Das ist billiger und allseits bewährt. Oder rekrutiert eure Führungskräfte doch gleich alle aus Mainz. In diesem Sinne ein dreifach donnerndes Helau!&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;i&gt;Abdruck in: Mainzer Vierteljahreshefte für Kultur, Politik, Wirtschaft und Geschichte 1/11, S. 5ff. &lt;a href="http://www.mainz-hefte.de/"&gt;www.mainz-hefte.de&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&amp;nbsp;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-3535078641271934408?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/3535078641271934408/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/02/mainz-die-kaderschmiede-eine.html#comment-form' title='9 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/3535078641271934408'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/3535078641271934408'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/02/mainz-die-kaderschmiede-eine.html' title='Mainz –  die Kaderschmiede. Eine Spurführung'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-KYqtwV-uL_E/TVpuLIz6uKI/AAAAAAAAAFQ/iZ_OOFK9jyw/s72-c/Grafik+-+Mainz_die+Kaderschmiede.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>9</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-4739266373128465853</id><published>2011-01-31T13:51:00.000-08:00</published><updated>2011-01-31T13:51:16.135-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Pawlowscher Hund</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;b&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;    &lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&amp;nbsp;&lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Mittlerweile weiß jeder, dass Geräusche, die mit technische Neuerungen gleich welcher Art verbunden sind, unser Denken und Verhalten beeinflussen, auch wenn sie schon lange verstummt sind. Sie kennen das: Ganz plötzlich hält der Vorder- oder Nebenmann im Bus oder Büro, auf der Straße oder in der Kneipe mitten in seiner Bewegung inne – oder in einem Gespräch, das er gerade führt, –&lt;span&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;und spitzt die Ohren, als habe er die Engel im Himmel singen hören, obwohl nichts dergleichen zu vernehmen ist. Eine Zehntelsekunde später fängt er aus ebenso unerfindlichen Gründen an zu zucken, als sei ein Dämon in ihn hineingefahren, und hektisch, ja verzweifelt seinen Körper abzuklopfen. Frauen tun so, als horchten sie an ihren Handtaschen, bevor sie diese wie wild geworden durchwühlen. Manchmal werden diese Suchbewegungen mit Ausrufen wie »War da nicht was?« oder »Seid mal kurz still!« begleitet. Aber da war nichts, außer der alltäglichen Hintergrundgeräusche. Der kontrollierte Blick des Nebenmannes auf sein Handy, das er nun endlich hervorgekramt hat, macht es deutlich: alles nur Einbildung. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Phantomklingeln nennt man dieses Phänomen, das sich mit der Einführung des Mobiltelefons immer weiter ausbreitet. Man hört sein Telefon, obwohl es gar nicht klingelt. Es rührt daher, dass wir in unserer Wahrnehmung wie ein Pawlowscher Hund auf unseren Klingelton geeicht sind. Besonders in angespannten Situationen, wenn wir eine Nachricht oder einen Anruf erwarten, hören wir aus der Geräuschkulisse, die uns gerade umgibt, aus dem Brummen und Summen, dem Fiepen und Piepen, den Werbe-Jingels, Sound-Logos und dem Wohlfühlgedudel das heraus, was unserem Klingelton annähernd entspricht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_xjdo3ZspL7Q/TUctY8YE_9I/AAAAAAAAAFE/2qon5SnONik/s1600/andy.png" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/_xjdo3ZspL7Q/TUctY8YE_9I/AAAAAAAAAFE/2qon5SnONik/s320/andy.png" width="240" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Eine ähnliche Art von Gehör-halluzination ist der Ohrwurm. Die Amerikaner sprechen von »Klebeliedern«, die Franzosen von »Ohrbohrern«. Gemeint sind Lieder, die in den unpassendsten Momenten in unserem Kopf auftauchen und sich für mehrere Stunden in unser Gehirn schrauben. Auch hier reicht oft schon ein einziger Ton, um die ganze Melodie in unserem Kopf entstehen zu lassen, so als ob sie gerade irgendwo in einem Radio spiele. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Akustische Halluzinationen gibt es aber auch auf einem ganz anderen Gebiet, was den Einfluss der Geräusche auf unser Denken und Handeln besonders verdeutlich. Nehmen wir an, Sie fahren täglich mit der Straßenbahn vom Hauptbahnhof zum Gautor und bei jedem Halt wird die aktuelle Haltestelle ausgerufen. »Schillerplatz-Juwelier Willenberg« hören Sie es dann jeden Tag gleich zwei Mal aus den Lautsprechern tönen. Da ist es doch kein Wunder, dass Sie jedes Mal dann, wenn Sie sich am Schillerplatz verabreden, oder wenn vom Schillerplatz die Rede ist »Juwelier Willenberg« mithalluzinieren. Das Gleiche gilt für »Münsterplatz - Kinderladen«, »Fischtor - Identity AG« oder wie die Haltestellen seit neustem alle heißen … &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 19pt; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-4739266373128465853?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/4739266373128465853/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/01/pawlowscher-hund.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/4739266373128465853'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/4739266373128465853'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/01/pawlowscher-hund.html' title='Pawlowscher Hund'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_xjdo3ZspL7Q/TUctY8YE_9I/AAAAAAAAAFE/2qon5SnONik/s72-c/andy.png' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-1995583366841792934</id><published>2011-01-13T03:10:00.000-08:00</published><updated>2011-01-13T04:03:55.582-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Filme'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Presse'/><title type='text'>Mainz: Das rote Sofa, Joseph Trattner on Tour mit Hubert Neumann</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_xjdo3ZspL7Q/TS7jF_2FUWI/AAAAAAAAAFA/Z55YJ-iwpHc/s1600/40167_1553701199520_1144865090_1613160_6314520_n.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="213" src="http://1.bp.blogspot.com/_xjdo3ZspL7Q/TS7jF_2FUWI/AAAAAAAAAFA/Z55YJ-iwpHc/s320/40167_1553701199520_1144865090_1613160_6314520_n.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 26px;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 26px;"&gt;&lt;b&gt;Eine Stadt vom roten Sofa aus gesehen: Perspektivwechsel, skurrile Plätze und eigentümliche Begegnungen mit der Stadt und seinen Menschen.&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;object class="BLOGGER-youtube-video" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" data-thumbnail-src="http://i.ytimg.com/vi/WGtstMh_-O4/0.jpg" height="266" width="320"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/WGtstMh_-O4?f=videos&amp;c=google-webdrive-0&amp;app=youtube_gdata" /&gt;&lt;param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /&gt;&lt;embed width="320" height="266" src="http://www.youtube.com/v/WGtstMh_-O4?f=videos&amp;c=google-webdrive-0&amp;app=youtube_gdata" type="application/x-shockwave-flash"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial, sans-serif;"&gt;   &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: arial, sans-serif;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: center;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: large;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: 17px;"&gt; &lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: large;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: 17px;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;&lt;b&gt;Das verspricht ein Kunst-Happening, wenn der Wiener Künstler Josef Trattner mit seinem großen Schaumstoff-Quader anreist. In Mainz war unser Kolumnist und Autor Hubert Neumann mit von der Partie. Dessen Roman „Lusthängen" sorgte 2008 für Aufsehen und schaffte es in die Bestsellerlisten.  &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;Vom Schaumstoff-Sofa, das später aussieht wie nachträglich hereinkopiert, ist Josef Trattner schon vor den Fotoshootings begeistert. „Denn es wirkt perfekt künstlich in seiner klaren Form", weiß er aus den Erfahrungen einiger solcher Städtetouren der Vergangenheit. Gemeinsam mit Autor Hubert Neumann trägt er das leichte und knuffige Sitz-Modell an die richtige Position im Container-Hafen, der ersten Station der städtischen Rundreise. Die richtige Position? Trattner steuert auf die Kaimauer zu und baut das Sofa direkt am äußersten Rand auf, Neumann hat keine Chance. Nur wenige Zentimeter Schaumstoff trennen ihn vom kalten Rheinwasser, etwa sechs Meter tiefer hinten unten. Doch es sitzt sich gut. Das Vertrauen in das Sofa spiegelt sich in den ersten Gesprächen mit Trattner wieder. Der plaudert mit charmantem wienerischen Einschlag von der Liebe zu seinem Material: dem Schaumstoff. Denn daraus schafft er große Gebilde und sorgt allenthalben für Verwirrung: Was soll zum Beispiel dieses Sofa, das so gar nicht hier hingehört? Darf ich Platz nehmen, es anfassen? Das Publikum, also zufällige Passanten, betrachten die „Sitzgewohnheiten" des 1955 in Wien geborenen Bildhauers argwöhnisch, belustigt und auch interessiert. So auch in Mainz. Ob in der Nähe des Bahnhofs, auf dem Rathausplateau, am Brandt oder dem Domplatz.  &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;&lt;b&gt;Perspektivwechsel&lt;/b&gt;. Manchmal sitzen Trattner und Neumann auf dem Sofa, dann wieder erzeugt ein darauf gestellter Spiegel für fantastische Variationen des Blickwinkels für den Betrachter. Spannend sind die Momente, wenn das Sofa abgestellt und „allein" gelassen wird. Ich finde die Frage spannend, was damit passiert: Wird darauf geliebt, gekifft oder diskutiert?", entfährt es dem Wiener, denn die Beteiligung von Passanten an der Skulptur ist erklärtes Ziel, erst dann findet der gewünschte Austausch und Aktion statt, wird die Skulptur zum abgeschlossenen Kunstwerk. Und hier wird Trattners nächstes Talent erlebbar: Seine kommunikative Ader und Entertain-Qualität. Drei junge Frauen lassen sich auf seine Anfrage auf das Experiment ein und auf das Sofa nieder. Es tut gar nicht weh. Nur das Geklicke der Fotokameras irritiert sie zunehmend. So im Fokus nehmen sie bald Reißaus. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;Stadtschreiber Josef Haslinger vermittelte die Stadttour in Mainz. Eine Foto-Dokumentation des Happenings ist in der Galerie Mainzer Kunst zu sehen. Wer das Sofa on Tour zwischen Rathausdach und Stadion sehen möchte, sollte die visuelle Anregung auf dieser Seite als Vorgeschmack auf eine intensive Bilderreise in der Galerie nehmen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;Und Hubert Neumann? Der genoss schmunzelnd das „bewegte Sofaleben", die An- und Einsichten in Mainz. Als oft fotografiertes „Objekt der Begierde" tat er sich nicht immer leicht, da fehlte dann doch die Geduld und die Lust an der Extrovertiertheit mit der Person und nicht der Sprache im Mittelpunkt zu stehen. Kein wirkliches Dilemma. (Thomas Höpfner, Lokale Zeitung Mainz – &lt;a href="http://www.lokalestadtausgabe.de/"&gt;www.lokalestadtausgabe.de&lt;/a&gt;)&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;!--EndFragment--&gt;    &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-1995583366841792934?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/1995583366841792934/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/01/mainz-das-rote-sofa-joseph-trattner-on.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/1995583366841792934'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/1995583366841792934'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2011/01/mainz-das-rote-sofa-joseph-trattner-on.html' title='Mainz: Das rote Sofa, Joseph Trattner on Tour mit Hubert Neumann'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_xjdo3ZspL7Q/TS7jF_2FUWI/AAAAAAAAAFA/Z55YJ-iwpHc/s72-c/40167_1553701199520_1144865090_1613160_6314520_n.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-1509543043466209046</id><published>2010-12-31T02:59:00.000-08:00</published><updated>2011-01-09T08:40:33.855-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne ...</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;b&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;    &lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt; Mit Volksweisheiten ist das so eine Sache, wie man immer wieder feststellen muss. Mal treffen sie zu, mal wiederum nicht, obwohl sie in Zeiten des Wandels fortwährend als Orientierungshilfen angepriesen werden.&amp;nbsp; &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Betrachten wir uns aus gegebenem Anlass einmal das Sprichwort »Aller Anfang ist schwer!« und gehen zurück zu den ersten Tagen des neuen Jahres. Wer in dieser vorsatzschwangeren Zeit in den Morgen- und Abendstunden am Rhein entlang flaniert, kann dort trotz Schnee und Eiseskälte fast mehr Laufbegeisterte als im Sommer sehen. Umgekehrt verhält es sich in den Fastfoodrestaurants: eine gähnende Leere allüberall. Das liegt nicht etwa daran, dass die Menschen genug von den trägen, kalorienreichen Feiertagen haben, vielleicht auch das, sondern dass sie die hervorragende Gelegenheit des Jahreswechsels beim Schopfe gepackt haben, um ein neues Leben zu beginnen oder zumindest ein neues Vorhaben in Angriff zu nehmen. Und was hat man sich nicht alles vorgenommen: Man wird sich gesünder ernähren und abnehmen, Süßigkeiten meiden. Man wird mehr Sport treiben. Man wird häufiger ins Theater gehen, mehr lesen und es endlich ernst mit dem lebenslangen Lernen nehmen und eine neue Sprache lernen. Man wird sich mehr Zeit für die Familie, die Freunde gönnen etc. pp. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Sind diese Vorsätze auch noch so unterschiedlich, gemeinsam ist allen, dass ihr Anfang leicht ist, wie ein anderes Sprichwort besagt, und nicht schwer. Denn selbstverständlich wird am 2. Januar um 6 Uhr aufgestanden. Selbstverständlich wird erst einmal eine eiskalte Dusche genommen. Selbstverständlich joggt man nicht nur vom Kurfürstlichen Schloss bis zur Eisenbahnbrücke, sondern macht die berühmte Drei-Bücken-Tour und eine Umrundung von Stadt- und Volkspark gleich mit. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_xjdo3ZspL7Q/TRsWcLF6bvI/AAAAAAAAAE8/4wVdxU1Utgk/s1600/Chicks_hatching_USDA95c1973.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="131" src="http://4.bp.blogspot.com/_xjdo3ZspL7Q/TRsWcLF6bvI/AAAAAAAAAE8/4wVdxU1Utgk/s200/Chicks_hatching_USDA95c1973.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Ab dem 6. Januar gestattet man sich hin und wieder aber doch Dispens, indem man etwa eine Stunde länger schläft, weil man die Tage vorher doch so sportlich war. Oder man gönnt sich ein Frühstückshörnchen, weil es ja nicht unbedingt zu den Süßigkeiten zu zählen ist und weil man die Vorsätze bisher so vorbildlich eingehalten hat. Bald ist es wie bei einem porösen Luftballon, aus dem allmählich die Luft entweicht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Was soll man nun glauben? Ist aller Anfang schwer oder leicht? Es scheint beides zu stimmen. Im Leben stimmen von zwei sich widersprechenden Weisheiten immer beide. Das macht es so entsetzlich kompliziert; zu kompliziert für den gesunden Menschenverstand. Machen wir es uns leichter, ziehen wir uns wie Münchhausen am eigenen Schopf aus dem Sumpf und fangen ein neues Leben an … &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-1509543043466209046?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/1509543043466209046/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/und-jedem-anfang-wohnt-ein-zauber-inne.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/1509543043466209046'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/1509543043466209046'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/und-jedem-anfang-wohnt-ein-zauber-inne.html' title='Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne ...'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_xjdo3ZspL7Q/TRsWcLF6bvI/AAAAAAAAAE8/4wVdxU1Utgk/s72-c/Chicks_hatching_USDA95c1973.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-94014024317411409</id><published>2010-12-29T02:52:00.000-08:00</published><updated>2010-12-29T02:55:58.625-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Silvester-Voodoo</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;  &lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Halten Sie sich für ein vernunftbegabtes Wesen? - Ja?! - Aber warum huldigen Sie dann auf Schritt und Tritt dem Aberglauben? Kaum ein Tag vergeht, an dem wir nicht mit abergläubischen Symbolen und Ritualen herumhantieren. So wünschen wir anderen ein gutes Gelingen und wollen gleichzeitig verhindern, dass Böses geschieht, indem wir etwa »die Daumen drücken«. Oder wir achten darauf, dass sich die Hände beim Händeschütteln niemals überkreuzen. Die Liste ist lang. Gewiss, wir gebrauchen diese – sagen wir mal – magischen Praktiken nicht immer ganz bewusst, sehr oft aber ohne ihren ursprünglichen Sinn zu kennen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Ganz besonders wird dies um den Jahreswechsel deutlich. Wer weiß denn schon, warum wir in der Silvesternacht ein Feuerwerk aufsteigen lassen? Weil’s schön ist, wird man sagen. Oder um das neue Jahr mit etwas Buntem und Prächtigem einzuläuten. – Nicht ganz. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Den Sagen und Legenden nach treibt in den Raunächten zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag ein Geister- oder Gespensterheer sein Unwesen. Deshalb haben die Menschen sich etwas einfallen lassen, um diesen Gefahren zu begegnen und ihr Glück zu sichern. So darf man in dieser Zeit keine Wäsche auf der Leine haben, worin sich die Geister bei ihrem Ritt durch die Lüfte verfangen können, um Unheil über die Menschen zu bringen. – Gottlob gibt es mittlerweile Trockner! – Auf diesen Dämonenglauben gehen dann auch die Böller in der Silvesternacht zurück, weil man glaubte, die Geister durch Lärm und Krach vertreiben zu können. Das gilt übrigens auch für das Gläserklirren in den ersten Sekunden des neuen Jahres. In dieser Nacht verfügen auch wir Menschen über ganz besondere Gaben: Nur jetzt können wir hinter den Vorhang blicken, um Verborgenes zu enträtseln und Zukünftiges zu enthüllen. Da wird orakelt und gependelt. Besonders beliebt ist das Bleigießen. Und nicht zuletzt die Silvester- und Neujahrswünsche. Als ob man zaubern könnte. Hierzu gehören auch die zum Jahreswechsel üblichen Verhaltensrituale: Wer an Silvester rote Unterwäsche trägt, hat im folgenden Jahr ein ausgefülltes Liebesleben. Wer Reiskörner in den Geldbeutel streut, bekommt Geld. Die Beispiele lassen sich fortführen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_xjdo3ZspL7Q/TRsPOWJqWQI/AAAAAAAAAE4/qxFSpoP7ORQ/s1600/feu-artifice-a.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="175" src="http://1.bp.blogspot.com/_xjdo3ZspL7Q/TRsPOWJqWQI/AAAAAAAAAE4/qxFSpoP7ORQ/s200/feu-artifice-a.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Ist das alles Hokuspokus? - Nein, nicht unbedingt! Denn bei diesen Praktiken handelt es sich meist um nichts anders als Varianten einer sich selbsterfüllenden Prophezeiung. Die mit den Abwehr- und Verhaltensritualen verbundenen Wünsche und die Orakel erfüllen sich nur deshalb, weil sich diejenigen, denen sie gelten, meist unbewusst, so verhalten, dass sie sich erfüllen müssen. Der Glaube kann Berge versetzen.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;In diesem Sinne: Versenden Sie diese Glücks-Kolumne innerhalb der nächsten 3 Stunden an mindestens 10 Personen. Dann wird Ihnen das Glück im kommenden Jahr ganz sicher hold sein.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-94014024317411409?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/94014024317411409/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/halten-sie-sich-fur-ein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/94014024317411409'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/94014024317411409'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/halten-sie-sich-fur-ein.html' title='Silvester-Voodoo'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_xjdo3ZspL7Q/TRsPOWJqWQI/AAAAAAAAAE4/qxFSpoP7ORQ/s72-c/feu-artifice-a.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-702809477602139781</id><published>2010-12-15T05:48:00.000-08:00</published><updated>2011-12-16T01:21:30.699-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Schöne Bescherung!</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Wem ist der Mensch, der keine Wünsche äußert, der keine Liebhabereien, keine Schwächen hat und der rein gar nichts hübsch und schick oder begehrenswert findet, derzeit kein Dorn im Auge? Denn der Geschenkmuffel, wie man ihn auch nennt, kann jedes Weihnachtsfest verderben. Man könnte weinen, wenn man sieht, wie viele Freuden er im Keim erstickt, wie er aus der Bescherung, die heiter, festlich und übermütig sein sollte, so oft etwas Peinliches und Gequältes macht.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Dabei beachtet niemand, dass er im süßen Spiel, das der Schenkende mit ihm spielen will, eine bei weitem undankbarere Rolle einnehmen muss. Denn wenn er das glatte, rätselhafte, wohlverschnürte Paket in die Hand gedrückt bekommt, fühlt er sich nicht&amp;nbsp; geschmeichelt und geliebt, sondern in irgendeinem Winkel seines Herzens leicht gedemütigt. - Er hat sich etwas schenken lassen!&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Gewiss, in jedem von uns liegt irgendwo etwas auf der Lauer, was sich gegen das Beschenktwerden heimlich wehrt; deswegen beantworten wir ja jedes Geschenk meist mit einem Gegengeschenk.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Beim Geschenkmuffel ist dieses Gefühl jedoch viel ausgeprägter. Er spürt eine uneingestandene Reserve, ein leise gekränktes Misstrauen, eine Scheu davor, verpflichtet zu werden, eine Angst vor Dankbarkeit.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Wenn er aber, wie mancher seiner Artgenossen, das Geschenk jetzt nicht unausgepackt zur Seite legt, sondern es zu entblättern beginnt, dann hat er bereits die erste Hürde genommen. Er lässt sich Zeit. Packt langsam aus... Ach, könnte er jetzt die Andeutungen und Anspielungen, verstehen, die mit dem Geschenk verbunden sind, und erfassen, worauf der andere hinauswill!&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_xjdo3ZspL7Q/TQI_bL-UpXI/AAAAAAAAAEo/2P2iwvBzGNc/s1600/f-002915_af-0002.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/_xjdo3ZspL7Q/TQI_bL-UpXI/AAAAAAAAAEo/2P2iwvBzGNc/s200/f-002915_af-0002.jpg" width="150" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Es erfordert großes schauspielerisches Talent bei all der Rätselhaftigkeit nun adäquat zu reagieren. Meist lächelt er, wie lang auch immer, um zu überspielen, dass er nichts mit dem Geschenk anzufangen weiß. Es folgen Sätze wie »Aber das kann ich gar nicht annehmen!« oder »Das wäre doch nicht nötig gewesen!« Manchmal heuchelt er auch Begeisterung vor, so als ob er den Sinn des Geschenks verstünde. Doch diese Begeisterung wird sofort entlarvt, wie die gespielte Freude in den unseligen Castingshows, wenn die ausscheidenden Kandidaten mit unterschwellig säuerlicher Miene die Ärmchen recken und in die Patschehändchen schlagen, weil nicht sie, sondern die anderen eine Runde weitergekommen sind.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;»Freust du dich wirklich?«, hört man den Schenkenden dann immer wieder fragen. - »Eine schöne Bescherung!«, könnte man dann antworten.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 24px;"&gt;&lt;i&gt;Eine Reminiszenz an Stefan Haffner&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-702809477602139781?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/702809477602139781/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/schone-bescherung.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/702809477602139781'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/702809477602139781'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/schone-bescherung.html' title='Schöne Bescherung!'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_xjdo3ZspL7Q/TQI_bL-UpXI/AAAAAAAAAEo/2P2iwvBzGNc/s72-c/f-002915_af-0002.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-168224251850867296</id><published>2010-12-10T03:49:00.000-08:00</published><updated>2010-12-10T03:49:11.568-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Ein bisschen Hohoho...</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;b&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;    &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Vieles, was wir für gewiss erachten, ist gar nicht so gewiss, wenn wir es genau besehen. Das gilt auch für Traditionen, die wir für unverrückbar halten und unser Eigen nennen, obwohl sie wandelbar und fremden Ursprungs sind. So ist es inmitten des politischen Schlagabtauschs um Integration und Leitkultur – was auch immer das sein soll – eigenartig still um eine der herausragenden und traditionsbildenden Figuren mit Migrationshintergrund, welche wir Deutschen gerne für uns vereinnahmen. Die Rede ist natürlich nicht von dem Nationalspieler Mesut Özil oder dem Regisseur Fatih Akin, sondern vom Bischof Nikolaus von Myra. Es ist fast vergessen, dass er aus Kleinasien, der heutigen Türkei stammte. Ohne ihn wäre die typisch deutsche Ausprägung von Weihnachten gar nicht denkbar. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Dass der zugewanderte Heilige mit dem kettenrasselnden Knecht Rupprecht vielerorts am 6. Dezember die Stiefel oder Socken der Kinder füllt, ist ein Brauch aus dem Mittelalter, der für die Protestanten von Martin Luther in seinem Kampf gegen die Heiligenverehrung abgeschafft wurde. Er verlegte die Bescherung auf Weihnachten. Die Gaben brachte nun der »Heilige Christ«, eine allzu gestaltlose Figur, die bald zum Christkind verniedlicht wurde.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Das Mysterium, wer oder was das ätherische Wesen, das man sich als weißgewandetes und blondgelocktes Mädchen vorstellt, nun eigentlich sei, ist nie aufgeklärt worden. Eines aber ist sicher, es symbolisiert nicht, wie häufig angenommen wird, das neugeborene Jesuskind.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_xjdo3ZspL7Q/TQHgR03nn3I/AAAAAAAAAEc/qFWQrlH9Bug/s1600/102_0214.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="190" src="http://2.bp.blogspot.com/_xjdo3ZspL7Q/TQHgR03nn3I/AAAAAAAAAEc/qFWQrlH9Bug/s200/102_0214.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Hierbei aber blieb es nicht. Denn der perfekt assimilierte Bischof von Myra forderte sein verlorenen gegangenes Terrain in Gestalt eines greisen untersetzten Herrn, den man bald Weihnachtsmann nennen sollte, zurück. Er verdrängte das Christkind aus den evangelischen Kreisen, so dass es Asyl in katholischen Familien suchen musste. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt; Ausgestattet mit weißem Gottvaterbart und Herrenpelz zog es den mutierten Nikolaus mit den Auswanderern in die Neue Welt, wo ihn eine Limonandenfabrik in ihre Hausfarben, rot und weiß, tauchte, mit einer Zipfelmütze versah, die an deutsche Gartenzwerge erinnert, und auf einen gigantischen weltumspannenden Werbefeldzug schickte, der noch heute andauert. Seitdem herrscht in manchen Gegenden Deutschlands zwischen den Anhängern des Weihnachtsmannes und denen des Christkinds ein erbitterter Streit, der zu einem wahren Geschlechter- und Kulturkampf ausarteten kann. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Meist aber stehen beiden Figuren in der weihnachtlichen Dramaturgie brav und unhinterfragt nebeneinander: bei den Großeltern bringt das Christkind die Geschenke, bei den Eltern der Weihnachtsmann. Es könnte auch Rudolf das Rentier mit der roten Nase sein. In naher Zukunft vielleicht auch Hermes oder DHL? Auf alle Fälle würde man dann auch sie zur deutschen Weihnacht zählen und als Teil des christlich-jüdischen Kulturerbes bezeichnen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-168224251850867296?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/168224251850867296/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/ein-bisschen-hohoho.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/168224251850867296'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/168224251850867296'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/ein-bisschen-hohoho.html' title='Ein bisschen Hohoho...'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_xjdo3ZspL7Q/TQHgR03nn3I/AAAAAAAAAEc/qFWQrlH9Bug/s72-c/102_0214.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-8863441507924406161</id><published>2010-12-07T07:02:00.000-08:00</published><updated>2010-12-07T07:02:36.151-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>An den Haaren herbeigezogen</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;  &lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Es ist wirklich kein Geheimnis mehr, dass Kreativität für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit unerlässlich ist. Doch was ist Kreativität anderes als eine Worthülse, in die jeder das hineinpackt, was ihm genehm ist? Die Psychologie tut sich mit der Erforschung der Kreativität jedenfalls schwer, zumal sie nicht leicht messbar ist. Wie aber will man sie dann fördern? Und wie ist es um die Kreativität in einer Stadt wie Mainz bestellt? Darauf geben Städterankings keine Antwort. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Man könnte alle Ausstellungen, Konzerte, kurz alle kulturellen Veranstaltungen und die in Mainz agierenden Künstler zusammenfassen auf die Einwohnerzahl umrechnen und das Ergebnis mit anderen Städten vergleichen. Dann hätte man zwar ein mathematisches Abbild des kulturellen Lebens, nicht aber der städtischen Kreativität. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Wie aber wäre es, die Kreativität dort zu packen, wo sie heutzutage die meisten Menschen am Werk zu sehen glauben, dort, wo Originalität mehr gefragt ist als anderswo: bei der Namensgebung? Schon Kindernamen sind zu einem Element elterlicher Selbstverwirklichung geworden, die nur noch an den Türen der deutschen Standesämter gestoppt werden kann, um zu vermeiden, dass Kinder Muffin, Riesling oder Ikea genannt werden. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Eine Möglichkeit bieten die Namen von Gewerbeneugründungen. In Mainz überwiegen, bis auf einige Ausnahmen wie »Was Ihr WOLLt« für ein Wollegeschäft oder »ergo sum« für ein Computerladen, Kombinationen aus Branchen- und Familienname wie »Knußmann-Öl« oder »Schweikert Bürosysteme«. Alles nicht besonders kreativ.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Größten Ehrgeiz bei der Namensgebung entfalten die Friseure. Und so lässt sich in Mainz sogleich ein Friseursalon namens »Creative« finden. Nomen est Omen, möchte man da sagen. Auch einen mit Namen »Modern Art«. Ein klarer Bezug! Manche geben sich bodenständig wie der »Friseursalon Wuschelkopf«, andere verweisen auf gesellschaftliche Trends wie »Ankes Haarmobil«. Viele aber lechzen nach Internationalität. So spiegeln Namen wie »Arens intercoiffeur« oder »La Paillote« den französischen Chic der Haute Coiffure wider. Dominierend sind anglofone Namen wie »Hair Control«, »In Cut« oder »Elegance Style«. Raum für Wortspielereien bieten Komposita wie »Haarscharf«, »Haarspalterei«, »Haarkiller«, aber auch »Fön-X« und »Haarmonie«. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Alles in allem sind die Mainzer Friseure hier recht kreativ. Im Vergleich mit anderen Städten belegen sie aber eher das Mittelfeld. Bei Namen wie »Hin &amp;amp; Hair«, »Scher-Holder« oder »Kaiserschnitt - Wir holen das Beste aus Ihnen heraus« können sie einfach noch nicht mithalten. Gilt das auch für die Kreativität in Mainz? Falls ja, dann müssen sich die Damen und Herren Stylisten noch etwas anstrengen, damit Mainz auch hier bald an der Spitze steht.&lt;span&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-8863441507924406161?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/8863441507924406161/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/den-haaren-herbeigezogen.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/8863441507924406161'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/8863441507924406161'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/den-haaren-herbeigezogen.html' title='An den Haaren herbeigezogen'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-3097626375483925195</id><published>2010-12-07T06:57:00.000-08:00</published><updated>2010-12-07T06:58:59.885-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Die Rückkehr der Teletubbies</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Es gibt doch immer noch Menschen, die bezweifeln, dass das Fernsehen die persönliche Entwicklung beeinträchtigen oder gefährden kann. Dabei liegt das doch eigentlich auf der Hand. Nehmen wir zum Beispiel die so harmlos erscheinende Kinderserie »Die Teletubbies«, die in Deutschland schon im Jahre 1999 auf Sendung gingen. Wer kennt sie nicht, diese grellbunten, pummeligen Filzwesen mit verschieden geformten Antennen auf dem Kopf und einem aufgemalten Bildschirm auf dem Bauch, die sich mit »Ah-Oh« begrüßen und in einer hasenbestückten Landschaft widersinnig agieren? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Berühmt geworden sind sie mit ihrer rudimentären Sprache und ihrem stumpfsinnigen Tubby-Winke-Winke, das man bald überall in jedem Kindergarten und auf jedem Kinderfest bis zur Genüge erleben durfte. Die Kinder, die damals den Beginn der Serie mitverfolgten, scheinen mittlerweile erwachsen geworden zu sein. Denn in jeder Stadt, auch in Mainz, sieht man sie jetzt immer häufiger auf öffentlichen und halböffentlichen Plätzen, wie sie ihre kindlichen Vorbilder mit aberwitzigen Verrenkungen etwa einem drei- oder vierminütigen Winke-Winke oder einem ebenso langen blödsinnigen Auf-einem-Bein-im-Kreis-Herumhüpfen nachzuahmen versuchen. Dabei wird als Ersatz für die Antennen am Kopf heftig gefilmt und fotografiert, falls keine Webcam in der Nähe ist, damit man ihre Heldentaten später im Internet sehen kann. Sie kommen scheinbar spontan aus dem Nichts wie jüngst zu einer Konfetti-Kissenschlacht am Karmeliterplatz oder an Karfreitag zu einem wilden, viertelstündigen tonlosen Teletubbie-Getanze vor dem Hauptbahnhof, bei dem sich der Zuschauer an die mittelalterliche Tanzwut infolge der Pest erinnert fühlen musste. Aber in Wirklichkeit ist alles über Webblogs, Newsgroups, SMS oder E-Mail-Kettenbriefe bis ins Kleinste organisiert. Teilnehmer sind meist 20 bis 30 junge Erwachsene, denen man wirklich Haare auf den Zähnen wünscht. Sobald eine Trillerpfeife oder etwas Ähnliches ertönt geht es los. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Flashmob nennen sie diese Veranstaltungen, nicht zu verwechseln mit einem Wort ganz ähnlicher Aussprache, dem Wischmopp. Während letzterer eine fest umschriebene Funktion erfüllt, hat erstere überhaupt keine, außer vielleicht Befremden und Kopfschütteln bei den Passanten auszulösen. Manche behaupten sogar, ein Flashmob diene der Illustration des Absurden. - Als ob wir so etwas noch bedürften! Man denke an die Absurdität der Finanzkrise oder das sechsmalige sinnlose Jacket-Auf-und-Zu-Geknöpfe einiger Bundesminister binnen eines zwanzigsekündigen Sendebeitrages in der Tagesschau als einzige Reaktion auf die Krise. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-3097626375483925195?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/3097626375483925195/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/die-ruckkehr-der-teletubbies.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/3097626375483925195'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/3097626375483925195'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/die-ruckkehr-der-teletubbies.html' title='Die Rückkehr der Teletubbies'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-2170938886094093629</id><published>2010-12-07T06:54:00.000-08:00</published><updated>2010-12-07T06:54:03.542-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Das Parkhausparadox</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;  &lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Als Bundes- und Landespolitiker hat man es wahrlich nicht leicht. Nicht umsonst kommt es in jüngster Zeit immer wieder zur Politikflucht. Aber gilt das auch für die Lokalpolitik? - Stellen Sie sich vor, Sie allein dürften für einen Tag die Geschicke der Stadt Mainz lenken, und just an diesem Tag stünde die Entscheidung an, ob die Parkgebühren im gesamten Stadtgebiet um fünf Prozent erhöht werden sollen. Nichts einfacher als das, denken Sie, denn als Autofahrer sind Sie natürlich von Natur aus dagegen. Sie aber sollen Ihr persönliches Interesse zurückstellen und auch jede Form der in solchen Fällen üblichen Günstlingswirtschaft. Sie wissen also nichts vom hintergründigen Macht- und Ämtergeschacher und sind in Ihrer Entscheidung ganz auf das Gemeinwohl gerichtet. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Also überlegen Sie: Wenn Sie die Parkgebühren nicht erhöhen, können Sie die teuren Parkhaus-Neubauten der letzten Jahre nicht abbezahlen und müssen sie entweder veräußern oder die dafür aufgewendeten Kredite umschulden. Wie Sie aber aus eigener Erfahrung wissen, macht eine Verteuerung des Parkens die Mainzer Innenstadt unattraktiv. Denn wer nimmt schon die aus den Parkgebühren entstehenden Mehrkosten in Kauf, wenn er sie anderswo etwa auf der »Grünen Wiese« vor der Stadt umgehen kann? Über kurz oder lang bleiben also die Käufer aus, die Innenstadt verödet, was sich selbstverständlich auch auf die Parkhäuser auswirkt. Die können sich nämlich nicht mehr amortisieren. Sie sehen sich also vor ein ausgewachsenes Dilemma gestellt. Denn für was Sie sich auch entscheiden, beide Wahlmöglichkeiten führen zu ein und demselben unerwünschten Resultat und damit wieder zur Ausgangssituation zurück. Spätestens jetzt hätten auch Sie gute Lust, das Handtuch zu schmeißen und die Lokalpolitiker die Suppe auslöffeln zu lassen, die sie sich selbst eingebrockt haben. Doch Sie halten inne. Vielleicht existiert ja noch eine weitere Entscheidungsmöglichkeit, fern der alten Denkmuster? Sie sind kühn und gehen am eigentlichen Problem vorbei: Wie wäre es beispielsweise, den öffentlichen Nahverkehr zum Nulltarif einzurichten? Die Nutzung von Bus und Straßenbahn wäre dann frei wie in der belgischen Stadt Hasselt. Wie dort würden dann vielleicht auch bis zu 40 Prozent mehr Menschen nach Mainz kommen und wie dort die Umsätze des Einzelhandels steigen. Aus den Gewerbesteuereinnahmen könnte man dann die Parkhäuser abbezahlen und zu Kulturstätten umfunktionieren. Sie beginnen zu träumen. Aber halt, wenn es jede Stadt so machen würde? Was geschieht dann mit der Automobilindustrie, den Arbeitsplätzen, der Kaufkraft… und schließlich mit den Krediten für die Parkhäuser? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-2170938886094093629?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/2170938886094093629/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/das-parkhausparadox.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/2170938886094093629'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/2170938886094093629'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/das-parkhausparadox.html' title='Das Parkhausparadox'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-4379812977358438164</id><published>2010-12-07T06:51:00.000-08:00</published><updated>2010-12-07T06:51:42.365-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Lanzenreiter und Schwertträger</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Die persönlich Wahrnehmung ist trügerisch. Leider wird sie allzu häufig für wahr gehalten und dazu benutzt, die Welt zu beurteilen. Was wiederum der persönlichen Bestätigung dient. Man kennt das von Wahlabenden, wo politische Niederlagen zu beachtlichen Erfolgen umgedeutet werden. Beinahe umgekehrt ist es in der Wirtschaft: Hier werden Erfolge oftmals kleingeredet oder gar als Niederlagen umgemünzt, um mögliche Gewinne bloß nicht mit anderen teilen zu müssen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Aber davon soll hier nicht die Rede sein. Sprechen wir aus gegebenem Anlass über die Wahrnehmung des Herbstwetters. Das wird nämlich meist als besonders regnerisch wahrgenommen, obwohl es im Vergleich mit dem Sommerwetter als regenarm einzustufen ist. Warum ist das so? Sicher liegt das in der Natur des Herbstes selbst, den abnehmenden Tagen und den sinkenden Temperaturen. Im Herbst ist der Regen einfach unangenehmer und kälter als im Sommer. Außerdem verdunkelt er die Tage noch zusätzlich. Ein Regen um fünf und der Tag vorbei. Das schlägt aufs Gemüt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Ein anderer aber nicht minderwertigerer Grund ist das plötzlich gehäufte Auftauchen von Regenschirmen. Das klingt jetzt komisch, aber wie bei so vielem, was komisch klingt, verbergen sich dahinter oft bittere Tragödien, die bleibende Eindrücke hinterlassen. Wie alle Dinge, die dem technischen Menschengeist entstammen, hat auch der Regenschirm zwei Seiten. Sein Vorteil liegt auf der Hand. Und sein Nachteil? Die meisten Regenschirmträger sind sich nicht bewusst, dass sich mit dem Regenschirm auch ihr Aktionsradius erheblich erweitert. Ihr Körpergefühl kommt dem nicht nach. So wird das transportable Regendach alsbald zur gefährlichen Waffe. Wer hat denn noch keine Regenschirmspeichen im Gesicht gehabt? Solange es regnet, beschränkt sich die Gefahr auf mögliche Kratz- oder Risswunden im Kopf- und Brustbereich. Gemeingefährlich aber wird es erst in einer Regenpause. Dann werden die Schirmträger nicht selten zu Lanzenreitern und Schwertträgern. Es zerreißt einem manchmal das Herz, wenn man sieht, wie viele Hieb- und Stichverletzungen sie mit ihren Regenschirmen verursachen. Besonders gefährlich wird es beim teleskopierbaren Taschenschirm und seiner Duomatik, mit der man per Knopfdruck schwalbenschnell den Schirm öffnet und auch wieder schließt. Das kann beim Nebenmann ins Auge gehen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Angesichts dieser Gefährdungen ist man leicht geneigt, einen Regenführerschein zu fordern. Der hätte darüber hinaus noch den Vorteil, dass der Herbst nicht mehr mit Regen, sondern mit seinen goldenen Tagen und der Farbenvielfalt gleichgesetzt wird. Übrigens sollte das mit dem Führerschein auch für Rucksäcke gelten, aber das ist ein anderes Thema. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-4379812977358438164?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/4379812977358438164/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/lanzenreiter-und-schwerttrager.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/4379812977358438164'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/4379812977358438164'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/lanzenreiter-und-schwerttrager.html' title='Lanzenreiter und Schwertträger'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-4334577342283831897</id><published>2010-12-07T05:40:00.000-08:00</published><updated>2010-12-07T05:40:14.423-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Die Versorgungslücke</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;!--[endif]--&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;  &lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Man lernt doch wirklich nie aus! Da lebt man jahrelang im schönen Mainz und glaubt zu wissen, an was es der Stadt mangelt, an Kultur, an Geld, an Kaufkraft der Bürger … Doch dann wird einem von den Stadtvätern unverhofft erklärt, dass es in Mainz auch einen Mangel an Möbelhäusern gebe, dass also eine echte Versorgungslücke im Einrichtungsbereich bestehe. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Hätten Sie das gewusst? - Nein!? Nun, das braucht Sie jetzt auch nicht mehr zu bekümmern, denn diese Lücke wird demnächst geschlossen. Gott sei Dank, wird man da jetzt sagen, bevor noch Schlimmeres geschieht. Ein Dank gebührt natürlich auch unseren Stadtvätern, die in weiser Voraussicht und vorauseilender Fürsorge diese Versorgungslücke mit der Ansiedlung des Möbelhauses Martin vor den Türen der Stadt gestopft haben. - Wobei von einer Lücke eigentlich gar keine Rede sein kann, wenn man an die Ausmaße denkt, die das neue Möbelhaus einnehmen soll, sondern von einem riesigen Versorgungs-Schlund, der sich über die Jahre gebildet haben muss. – Dass man das nicht früher bemerkt hat? – Mit einem Areal von 45.000 qm – das entspricht etwa 9 Fußballfeldern bzw. mehr als zwei Drittel der Verkaufsfläche der Innenstadt – soll das Möbelhaus Martin sogar Ikea in Wallau oder Mann Mobilia in Eschborn übertrumpfen. Ein gigantisches Projekt, das an den Turmbau von Babel erinnert. Nur wer Großes denkt, kommt hoch hinaus. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Was aber geschieht bei einer solcher Gigantomanie denn dann mit dem Einzelhandel in der Innenstadt, fragt man sich, wenn man sich frei nach dem berühmten Spruch des Lehrers Bömmel in der Feuerzangenbowle »ma janz dumm stellt«? Blutet die Innenstadt denn dann nicht aus? Werden die Käuferströme denn dann nicht abgezogen, was zur Qualitätsabnahme des innenstädtischen Warenangebots führt? Schon jetzt eröffnen vor allem Billigshops und - ketten ihre Filialen in der Innenstadt dicht an dicht. Ein Teufelskreis. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;»Aber nein!«, erhält man dann von den Stadtvätern zur Antwort. »Es gibt nichts Besseres als Konkurrenz. Den gegen Mainz und den eigenen Einzelhandel gerichteten Wettbewerb nehmen wir auf.« Na, wenn das so ist! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Denn dieser Schlachtruf erinnert doch ein bisschen an das trojanische Pferd, wenn man bedenkt, dass man sich die Konkurrenz selbst ins Haus holt. Das Ende ist bekannt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Aber lehnen wir uns zurück. Denn mit dem Möbelhaus soll, so sagen die Stadtväter, auch dem seit Jahren nachgewiesenen Kaufkraftverlust begegnet werden. Auch hier hat man wieder etwas Neues dazu gelernt, denn bislang dachte man, dass der Kaufkraftverlust aus dem Rückgang der privaten Einkommen resultiere und dass man dem Rückgang der Kaufkraft folglich nur durch eine Einkommenssteigerung begegnen könne. Aber weit gefehlt. Also brauchen wir nur genug Möbelhäuser vor Mainz zu bauen und alles wird gut! &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;  &lt;!--EndFragment--&gt; &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-4334577342283831897?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/4334577342283831897/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/die-versorgungslucke.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/4334577342283831897'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/4334577342283831897'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/die-versorgungslucke.html' title='Die Versorgungslücke'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-5587347605994585766</id><published>2010-12-07T05:08:00.000-08:00</published><updated>2010-12-07T05:15:55.437-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Die Frauen sind schuld</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: large;"&gt;&lt;b&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;b&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;b&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="display: inline ! important; line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;div style="display: inline ! important;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large; line-height: 31px;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: 17px; font-weight: normal; line-height: 21px;"&gt;   &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="display: inline ! important; line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;div style="display: inline ! important;"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="display: inline ! important; line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: normal;"&gt;Jüngst wurde ich in einem Interview gefragt, was ich von der Frauenquote halte. Es ging um Frauenfeindlichkeit, die in meinem neuen Romanprojekt eine große Rolle spielt. Kalt erwischt, dachte ich, antwortete aber trotzdem, ohne zu überlegen und sehr überzeugt: »Die Frauenquote unterstütze ich natürlich vorbehaltlos.« In Wahrheit hatte ich mich mit diesem Thema zuvor noch nie beschäftigt, noch nicht einmal annäherungsweise. Ich hatte die Frauenquote einfach so hingenommen wie das Zähneputzen. Schließlich gehört sie zu meiner Sozialisation. Und wie es der Zufall so will – natürlich war es kein Zufall, sondern eine Form der selektiven Wahrnehmung –, stieß ich in der Folgezeit immer wieder darauf: Sei es, dass man sie gerade zum Einzug in den Mainzer Stadtvorstand bemüht, sei es, dass man damit den Unternehmen droht, den Frauenanteil in den Vorständen und Aufsichtsräten zu erhöhen... Die stärkste Unterstützung findet die Quote derzeit bei den Ökonomen, die die Frauen angesichts der niedrigen Geburtenrate als brachliegende wirtschaftliche Ressource betrachten. Und oh Wunder! Plötzlich heißt es im typischen Betriebswirtschaftsdeutsch: »Frauen bereichern das Management enorm. Sie bringen Komplementärkompetenzen mit ein, gehen an komplexe Aufgaben anders heran als Männer, finden andere oft nachhaltigere Lösungen, sie führen teilweise sogar besser als Männer, weil sie die höhere Sozialkompetenz mitbringen.« Kurzum: Die Wirtschaft könne es sich nicht leisten, auf weibliche Arbeitskräfte – ganz gleich auf welcher Ebene – zu verzichten.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: normal;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt; &lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: normal;"&gt;Die Akzeptanz einiger weniger Wirtschaftsfachleute kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass kein anderes Thema ideologisch so aufgeladen ist und so heiß und kontrovers diskutiert wird wie die Quote. Befürworter und Gegner werfen sich oft genug einfach vor, dass es der jeweiligen Gegenpartei allein um Machterhaltung bzw. - eroberung geht. Die Auseinandersetzungen strotzen vor Vorurteilen und Generalisierungen. Warum eigentlich? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: normal;"&gt;Wenn man es recht besieht, liegt der Frauenquote eine Art Verschwörungstheorie zugrunde, die besagt, dass mysteriöse Männerbünde oder ganz allgemein der Mann die Frau am Aufstieg hindere, dass er »gläserne Decken« in Karrierewege einbaue, und dass er sie in überkommene Rollenmuster zwänge. Demnach ist die Frau Opfer und der Mann Täter. Unzulässige Verallgemeinerungen, die jeglicher Erfahrung widersprechen. Dass es auch männliche Opfer gibt, dass eigentlich alle Menschen Produkte ihrer Sozialisation und der gesellschaftlichen Entwicklung sind, bleibt unerwähnt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: normal;"&gt;Es steht wohl außer Frage, dass Frauen in der Vergangenheit – milde ausgedrückt – nicht gleichberechtigt behandelt worden sind, und dass unsere Gesellschaft auch heute noch von dieser Ungleichbehandlung geprägt ist. Frauen erhalten noch immer für die gleiche Arbeit weniger Lohn als Männer. Sie sind auf Chefsesseln selten anzutreffen, gelangen nur schwer in Positionen mit Prestige und Einfluss, verlieren aber um so leichter ihren Arbeitsplatz. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: normal;"&gt;Diese Benachteiligung passt schlecht zu der vom Grundgesetz verfügten Gleichberechtigung. Aber kann man sie durch Vorschriften wie die Frauenquote ergänzen, die die Bevorzugung von Frauen befiehlt, um deren bisherige Benachteiligungen auszugleichen? Bedeutet Quotierung denn nicht die Bevorzugung einer Gruppe zum Nachteil der anderen? Sie ist der Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und doch das Böse schafft, könnte man in Anlehnung an Goethes Faust sagen. Denn sobald eine Frau wegen ihres Geschlechts einem Mitbewerber vorgezogen wird, wird der Mann wegen seines Geschlechts diskriminiert. Es gibt keine Bevorzugung des einen ohne die Zurücksetzung des anderen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: normal;"&gt;Kein Wunder also, dass die Männer dies nicht klaglos hinnehmen und das Messer wetzen. Was man da nicht alles zu hören bekommt! Vereinfachungen und Unwahrheiten! So sei die Frauenquote schuld, dass Jungen in der Schule schlechter abschneiden als Mädchen und diese häufig ohne oder mit einem schlechten Abschluss verlassen, sie sei schuld an der höheren Selbstmordrate der Männer, ihrer kürzeren Lebenserwartung, ihrer schlechteren medizinischen Versorgung und ihrer Dominanz unter den Obdachlosen… &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: normal;"&gt;Letztendlich bin ich nach der Auseinandersetzung mit der Quote so schlau wie zuvor. Vielleicht ist dem Übel nicht anders beizukommen? Eins aber habe ich gelernt, Männlein und Weiblein sind sich nach jahrtausendelangem Zusammenleben immer noch fremd. Ob das auch für den Einzelnen gilt? Nach fünfzig Ehejahren? Herzlichen Glückwunsch Mama und Papa! &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/b&gt;&lt;/b&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-5587347605994585766?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/5587347605994585766/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/die-frauen-sind-schuld.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/5587347605994585766'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/5587347605994585766'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/die-frauen-sind-schuld.html' title='Die Frauen sind schuld'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-3038280029674961005</id><published>2010-12-07T05:05:00.000-08:00</published><updated>2010-12-07T05:05:23.173-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Die Bretter, die die Welt bedeuten</title><content type='html'>&lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly; mso-outline-level: 1; text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px;"&gt;»Brauchen wir eigentlich noch ein Theater?«, ist eine Frage, die in Zeiten knapper Kassen immer häufiger gestellt wird, meist von Menschen, die es noch niemals von innen gesehen haben, – sei es, dass sie sich nicht für das Theater interessieren oder sich vor dem Fernseher besser aufgehoben fühlen. Diese Frage wird aber auch von Menschen gestellt, die das Theater lieben, für die es aber zur Bedürfnisanstalt pensionierter Studienräte verkommen und im kulturellen Leben der Stadt nicht ausreichend verankert ist. Für Menschen also, die »die Bretter, die die Welt bedeuten«, längst anderswo gefunden haben, etwa in der freien Szene, wo sich Mainzer Regisseure, Mainzer Schauspieler und Mainzer Autoren zusammenfinden, um mit wenig Geld recht passable Projekte auf die Beine zustellen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;Dem Wunsch der zweiten Kritikergruppe nach stärkerer Einbindung des Theaters in das kulturelle Leben der Stadt versucht gerade ein gewagtes titelloses Theaterexperiment, ein Verwirrspiel, wenn man so will, nachzukommen, das sich in seiner postmodernen Ausrichtung an keine feststehenden historischen Formen halten will. – Dennoch fühlt man sich streckenweise an die Fastnachtsspiele eines Hans Sachs oder an Schwänke wie »Die Schildbürger« erinnert. – Aufführungszeiten und –orte dieses sich als Fortsetzungsgeschichte präsentierenden Experiments sind beliebig, nur die beiden Hauptfiguren stehen fest, der Oberbürgermeister und der Theatervereinsvorsitzende, beide glänzend gespielt von den Mainzern Jens Beutel und Wolfgang Litzenburger. Beide Darsteller füllen übrigens auch im wirklichen Leben diese Ämter aus. Und da beginnt auch schon das Verwirrspiel um Schein und Wirklichkeit. Im Mittelpunkt steht, wie bei jedem guten Stück, auch wenn es sich postmodern schilt, ein ausgewachsener Konflikt, der den einen als Verweigerer und den anderen als beleidigte Leberwurst dastehen lässt. Dabei geht es, wie es scheint, um nichts Geringeres als die Möblierung des Theaterfoyers, für die der Vereinsvorsitzende aus Vereinsmitteln eine erkleckliche Summe bereitstellen möchte, die der Oberbürgermeister aber mit dem Hinweis auf den Brandschutz ablehnt. Oder ist es doch ganz anders? &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;Die Handlung ist ebenso verwirrend wie fesselnd. Sie scheint für etwas anders zu stehen, etwas, das man vielleicht als Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom bezeichnen könnte. Oder geht es vielleicht doch nur wieder um die schnöde Macht? Denn der Vereinsvorsitzende ist in Personalunion auch der Ehemann der politischen Herausforderin des Bürgermeisters. Das Ende ist offen und das Mainzer Publikum gespannt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-3038280029674961005?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/3038280029674961005/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/die-bretter-die-die-welt-bedeuten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/3038280029674961005'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/3038280029674961005'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/die-bretter-die-die-welt-bedeuten.html' title='Die Bretter, die die Welt bedeuten'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-3040843481208435071</id><published>2010-12-07T04:49:00.001-08:00</published><updated>2010-12-07T04:57:12.390-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Die Stolperschwelle</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px;"&gt;Machen Sie sich einmal den Spaß und starten Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis eine kleine Umfrage, indem Sie die so abwegige wie ungewöhnliche Frage stellen: »Warst Du schon einmal im Mainzer Dom?« Eingestanden, für einen Mainzer ist das eine unerhörte Frage. Aber so unerhört, wie sie erscheint, ist sie gar nicht. Denn zu ihrer Verwunderung werden Sie feststellen müssen, dass viele Mainzer noch nie in ihrem Leben dort waren. Das Gleiche gilt für das Gutenberg Museum oder die Kunsthalle. Viele Mainzer scheinen ihre eigenen Stadt nicht zu kennen. Wer war denn schon einmal in der pittoreske Pankratiusstraße? Oder dem Containerhafen? Wer hat denn schon die nördliche Eisenbahnbrücke überquert? Hand aufs Herz! - Ich auch nicht. Wie bei vielen anderen Menschen, so ist auch mein Blick in die Ferne gerichtet: nach Paris, London oder Timbuktu. Die eigene Stadt ist und bleibt einem fremd.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Schwärme von aktenköfferchentragenden und powerpointbewehrten Beratern sind schon seit Jahren in allen Bereichen der Wirtschaft und Verwaltung unterwegs, um aus Effizienzgründen gegen die sogenannte Betriebsblindheit also gegen verfestigte Denk- und Handlungsgewohnheiten anzukämpfen. Anders ausgedrückt: Sie versuchen die Menschen aus ihrem Gleichgewicht zu bringen, obwohl diese alles dafür tun, um es zu bewahren, oder, falls sie es für verloren glauben, wieder zu finden. Wie sonst ist die Inflation des neudeutschen Wortes »Balance« auf Feuchtigkeitscrémes und Bodylotions, Kautabletten und Laufschuhen, selbst Kaugummis und Frischkäse zu verstehen? Ja, es gibt sogar schon die Original »Balance-Pizza«. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Aber zurück zu Mainz: Angesichts der eigenen Stadtblindheit wünscht man sich jemanden wie diese Berater oder irgendetwas anderes, das einen beim Einkauf aus dem gewohnten Trott reißt, das einen nur leicht aus dem Gleichgewicht bringt. So etwas wie eine Stolperschwelle mit der Aufschrift »Achtung Dom, bitte eintreten!«, die in der Höhe so eingerichtet ist, dass man nicht fällt, sondern stolpert. Das wäre aber eine rabiate Methode, die man ruhig den Unternehmensberatern überlassen kann. Man könnte aber auch einen Kunstgriff anwenden, indem man einfach einmal seine Rolle als Mainzer Bürger ablegt und in die eines Touristen schlüpft, mit Übernachtung in einem Mainzer Hotel. Oder man lädt sich Freunde von außerhalb ein, mit denen man Mainz erkundet. Oder man schnallt sich beim nächsten Einkauf einen Campingstuhl auf den Rücken, den man je nach Bedarf aufklappt. Noch besser aber wäre ein rotes Sofa, wenn man zu zweit ist. Ganz sicher erscheint Mainz dann in einem anderen Licht.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-3040843481208435071?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/3040843481208435071/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/die-stolperschwelle.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/3040843481208435071'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/3040843481208435071'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/die-stolperschwelle.html' title='Die Stolperschwelle'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-650655052172671162</id><published>2010-12-07T04:42:00.000-08:00</published><updated>2010-12-07T04:42:31.479-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Hase und Igel</title><content type='html'>&lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px;"&gt;Man hat Zeit - gewiss ein sehr rares Gut - und schlendert ganz gemütlich und ohne Ziel durch die Einkaufsstraßen unserer Stadt, als habe man gerade die Langsamkeit entdeckt. Um einen herum nichts anderes als hektische Betriebsamkeit. Alles hechte und hetzt von Geschäft zu Geschäft, von Termin zu Termin oder gerade dem Bus hinterher. Besonders augenfällig in all dem Gehetze sind die Menschen, die an einem Papierkaffeebecher mit einem kleinen Loch im Plastikdeckel nuckelnd durch die Gegend rennen, als hätten sämtliche Mainzer Cafés geschlossen. Coffee-to-go nennt man dieses nicht mehr ganz so neuartige Phänomen, worüber in letzter Zeit so viel berichtet wird. Kein anderes Alltagsding, wie dieser Papierkaffeebecher, so heißt es, symbolisiere die Widersprüche des modernen Menschen besser. Denn er stehe für das Verlangen nach Muße, befriedigt im Vorüberhasten, kurzum für unser Verhältnis zur Zeit. Zeit, so lautet die Devise, muss gespart werden, aber auf eine sanfte und entspannende Art, wie beim Coffee-to-go, also, um das Ding beim Namen zu nennen, wie beim aushäusigen Kaffeetrinken aus schnöden Pappbechern. Doch wer Zeit spart, müsste doch, so fragt man sich zwischen all den Kaffee schlürfenden Unrasten (ein altertümlicher, aber doch so treffender Begriff für den ruhelosen und getriebenen Menschen), bestimmte Rücklagen gebildet haben, müsste also an anderer Stelle über genügend Zeit verfügen? Was machen diese Unraste eigentlich, so fragt man sich weiter, mit der aufwändig eingesparten Zeit? Die Frage lässt sich für einen Flaneur und guten Beobachter leicht beantworten: Sie setzen sie ein, um noch mehr Zeit zu sparen. Daher müssen die Autos schneller fahren, die Schweine und Hühner schneller wachsen … Und der Mensch? Er muss immer jünger, aktiver, flexibler und natürlich auch schneller werden. Die Unraste sparen also nicht, um mehr, sondern um noch weniger Zeit zu haben. Es ist wie bei der Fabel vom Hase und Igel. Sie laufen und laufen holen die Zeit niemals ein.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;Als Flaneur kann man jetzt den Kopf selbstgerecht lächelnd leicht zur Seite neigen und jedem Passanten, der es wissen will, am eigenen Beispiel demonstrieren, wie einfach es doch ist, sich Zeit zu nehmen. Denn man muss sie sich nur stehlen. Nicht umsonst wird der Flaneur auch Tagedieb genannt. Und weil man diese Weisheit über möglichst viele Passanten ausstreuen möchte, promeniert man nicht zum nächsten Restaurant, sondern zum Brezelstand. - Brezel-to-go, könnte man jetzt sagen. Einszweidrei, im Sauseschritt läuft die Zeit; wir alle laufen mit.&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-650655052172671162?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/650655052172671162/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/hase-und-igel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/650655052172671162'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/650655052172671162'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/hase-und-igel.html' title='Hase und Igel'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-3224990846952963612</id><published>2010-12-07T04:40:00.000-08:00</published><updated>2010-12-07T04:41:32.997-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Rot-Weiß</title><content type='html'>&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="display: inline !important; line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;div style="display: inline !important;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: normal;"&gt;Wer kennt sie nicht, Alltagssituationen, wie diese: Man kommt gerade die Tür herein, natürlich vollbepackt wie ein Esel, und hört das Telefon schrillen? Was tun?, fragt man sich, aber nicht besonders lange, denn schon liegen die Tüten und Taschen auf dem Boden. Man stürzt zum Telefon, die Rufnummer ist unterdrückt, nimmt den Hörer aber trotzdem in die Hand und brabbelt seinen Namen hinein.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond;"&gt;&lt;b&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: large;"&gt; &lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: normal;"&gt;»Guten Abend. Sind Sie Herr XY?«, säuselte eine weibliche Stimme am anderen Ende der Leitung, als habe man sich soeben nicht als solcher zu erkennen gegeben. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: normal;"&gt;»Ja«, bestätigt man ein zweites Mal seine Existenz, nun aber doch etwas genervt, und fragt, was sie denn von einem wolle. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: normal;"&gt;»Nun«, flötet die Stimme, »ich rufe im Auftrag des Bundesmeinungsforschungs-institutes an.«&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: normal;"&gt;Soso, Bundesmeinungsforschungsinstitut, denkt man, während die Stimme erklärt, dass sie eine Umfrage durchführen wolle. – Für wie bescheuert halten die einen denn? Es geht bestimmt wieder um eine Versicherung, eine Kapitalanlage oder eine Lotterie… »Wären Sie bereit, mir eine kurze Frage zu beantworten.« Man zögert mit der Zustimmung, weil man gerade im Begriff ist, das Gespräch mehr oder weniger freundlich zu beenden, aber schon steht die Frage im Raum; eine ganze andere, als man sie sonst gewohnt ist: »Können Sie mir sagen, welche Farbe Mainz hat?« &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: normal;"&gt;Man ist perplex. Welche Farbe? Mainz? So ein Quatsch, denkt man. Eine Stadt hat doch keine Farbe! Und doch, es muss ja so sein, denn man wird ja danach gefragt. Städte unterscheiden sich, manchmal auch fundamental, obwohl sich die Innenstädte eigentlich immer mehr angleichen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: normal;"&gt;»Rot-Weiß!« antwortet man und denkt dabei an die Stadtfarben, also die Farben der Stadtflagge, und dementsprechend an Mainz05.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: normal;"&gt;»Nein‹«, antwortet die Stimme lapidar. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: normal;"&gt;Erst jetzt merkt man, dass es sich um keine Meinungsumfrage, sondern ein Quiz handelt. Man macht aber trotzdem weiter, um herauszufinden, was hinter all dem steckt. Außerdem denkt man vielleicht gerade an New York: Yellow Cabs, gelbe Zeitungsboxen, gelbes Licht am Chrysler-Gebäude, gelbe Schulbusse, gelbe Straßenschilder. »Schwarz«, sagt man jetzt, meint das aber nicht politisch, sondern denkt an Johannes Gutenberg und die Druckerschwärze.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: normal;"&gt;»Auch da liegen sie falsch«, entgegnet die Stimme. »Sie haben noch eine Chance.« &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: normal;"&gt;»Blau-Gelb – die Mainzer Verkehrsbetriebe?«, antwortet man schnell und schiebt noch hinterher: »Sandsteinfarben wie der Mainzer Dom?«&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-weight: normal;"&gt;»Nein«, sagte die Stimme, »die Befragung ist leider beendet, wenn Sie wissen wollen, welche Farbe ihre Stadt hat, dann rufen sie folgende kostenpflichtige Rufnummer an …«&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-3224990846952963612?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/3224990846952963612/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/rot-wei.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/3224990846952963612'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/3224990846952963612'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/rot-wei.html' title='Rot-Weiß'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-2828803244247934850</id><published>2010-12-07T04:23:00.001-08:00</published><updated>2010-12-07T04:31:58.249-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Vom Verschwinden des Paradekissens</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 26px;"&gt;Geht es Ihnen nicht auch manchmal so, dass Sie mitten im Gang durch die Stadt oder wo auch immer, innehalten und sich verstört die Augen reiben? »War da nicht noch was?«, fragen Sie sich. »Fehlt da nicht etwas?« - Und tatsächlich, der Kaugummiautomat an der Hauswand ist verschwunden; auch das kleine Café an der Ecke war eben noch da und ist plötzlich weg, die Bäckerei in der Nebenstraße oder der Trimm-Dich-Pfad im Gonsenheimer Wald, von der Postfiliale und dem Tante-Emma-Laden ganz zu schweigen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Gewiss Dinge verschwinden, das ist nun mal ihr Lauf. Kommentarlos nehmen wir das hin. Ja, es fällt uns oft nicht auf. - Warum eigentlich? - Obwohl uns derzeit so viele Dinge abhanden kommen. Man denke an die Glühbirne, den Wühltisch. Wer erinnert sich noch an die Trockenhaube, den Monokassettenrekorder, die Klopapierrolle im gehäkelten Schutzüberzug auf der Hutablage im Auto, den Wackeldackel ebendort, das Einkaufsnetz und natürlich die ganze DDR? Einiges existiert auch heute noch, wenn auch bisweilen in modifizierter Form. Manches ist aber für immer verloren. Wer kennt denn noch das Paradekissen? Das prächtige, spitzenbedeckte Kissen, das mitten im groß- oder urgroßelterlichen Bett hinter dem hochgetürmten Plumeau auf dem eigentlichen Kopfkissen prunkte? Man bekam es nur selten zu sehen, weil das großelterliche Schlafzimmer eine Tabuzone oder, wie man heute dazu sagt, eine No-go-Area war. Wenn man es aber dennoch zu Gesicht bekam, fragte man sich, wozu dieses pompöse Ding, das kaum kleiner als man selbst war, denn eigentlich gut sei, denn darauf geschlafen wurde sicherlich nicht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Besonders jetzt in der Adventszeit, wenn die Zurückversetzung in Kindertage im Schwange ist, springen uns die verlorenen Dinge hie und da ins Bewusstsein und wir beginnen uns tiefergehende Gedanken zu machen. Was hat das Verschwinden der Gartenzwerge nicht alles für Rätsel aufgegeben. Dann bleiben wir auch an solchen Dingen wie dem Paradekissen hängen. Dabei geht es uns eigentlich gar nicht um die Dinge selbst, sondern um die Erinnerungen, die damit verknüpft sind: der Kuss hinter der Ado-Gardine (die mit dem Goldrand), das glückliche Händchen am Kaugummiautomat, das intime Liebesgeflüster im muffigen Telefonhäuschen und der verbotene Blick auf das kunstvolle Arrangement des großelterlichen Bettes. Mit wohliger Wehmut stellen wir dann fest, dass mit dem Verschwinden der Dinge auch gewohnte Handlungsabläufe, Rhythmen und Gesten für immer verloren sind wie etwa der Handkantenhieb, der einen scharfen Knick in der Mitte des Paradekissens erzeugte, womit Großmutter zeigte, dass sie eine gute Hausfrau war.&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-2828803244247934850?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/2828803244247934850/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/vom-verschwinden-des-paradekissens.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/2828803244247934850'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/2828803244247934850'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/vom-verschwinden-des-paradekissens.html' title='Vom Verschwinden des Paradekissens'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-4027528862980024599</id><published>2010-12-07T04:21:00.000-08:00</published><updated>2010-12-07T04:32:37.425-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Die hohe Kunst der Verstellung</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 26px;"&gt;Wer kennt sie nicht - die besondere Species der Verstellungskünstler, die sich anders geben, als sie sind? Sie sind überall dort anzutreffen, wo mehrere Menschen zusammenkommen. Für sie ist die Kunst der Verstellung zur Gewohnheit geworden. Da ist zum Beispiel der Handynutzer, der vor einem Publikum, sei es in einem Café oder vor dem Dom mit dem Headset auf dem Kopf unüberhörbar vermeintlich wichtige Angelegenheiten besonders aus dem Geschäftsleben erörtert, als ginge es um die Rettung des ganzen Bankengewerbes. Er spricht so laut, dass keiner der Gäste oder Passanten auf die Idee käme, er führe Selbstgespräche, obwohl er es ganz sicher tut. Oder der Solariennutzer, der uns mit seiner künstlichen Bräune mitten im Winter vorgaukelt, er käme gerade frisch aus dem Urlaub oder vom Rheinstrand. Oder der Herr mit der falschen Rolex, der im Café neben uns sitzt, seinen Espresso trinkt und anschließend, ohne dem Kellner ein Trinkgeld zu geben, bezahlt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20pt; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Sind alle diese Mehrscheiner und Protzer, diese Heuchler und Scheinheilige von dem böswilligen Verlangen beseelt, uns hinters Licht zu führen? - Ganz sicher nicht! Beobachten wir die alte, mondäne Dame mit der teuren Louis-Vuitton-Reisetasche an Bahnsteig 3 und 4, dort, wo die IC’s und ICE’s ankommen. Jeden Tag steht sie da, aber nicht, wie man annehmen könnte, um täglich aufs Neue zu verreisen oder die ankommenden und abfahrenden Züge zu beobachten, sondern um in sie einzusteigen, wie all die Reisenden um sie herum, und in Sekundeneile, je nachdem, wie lange der Zug dort hält und wie stark das Gedränge ist, einige Wagons nach leeren Pfandflaschen zu durchkämmen und wieder auszusteigen. Trägt sie nun diese extravagante Eleganz zur Schau, um uns zu täuschen und ihre Armut zu kaschieren? Oder spielt sie die wohlhabende Reisende, um ihre Würde zu bewahren? - Wir wissen es nicht. Das einzige aber, was wir wissen können, ist, dass sich die tausend Falten ihres Gesichts, in denen der Schmutz und die Schwermut sitzt, in dem Moment, in dem sie den Zug besteigt, zu einem verzückten Lächeln zusammenziehen. Denn für diesen einen Augenblick nährt sie die Illusion, sie würde wirklich verreisen. Damit kann die Verstellung die Wirklichkeit ein klein wenig verändern. Denken wir daran, wie sich unsere Stimmung schlagartig aufhellt, wenn wir unsere Gesichts- besonders aber die Augenmuskulatur in die Position eines Lächelns bringen. Das ist uns als Mainzer nicht fremd, gerade jetzt, wo die fünfte Jahreszeit vor der Tür steht. Aber das ist eine andere Geschichte.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-4027528862980024599?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/4027528862980024599/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/die-hohe-kunst-der-verstellung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/4027528862980024599'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/4027528862980024599'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/die-hohe-kunst-der-verstellung.html' title='Die hohe Kunst der Verstellung'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-8877102203521412356</id><published>2010-12-07T04:18:00.000-08:00</published><updated>2010-12-07T04:28:02.705-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Offene Bibliothek</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 26px;"&gt;Der Charme einer Stadt wie der einer Frau liegt in den Dingen, die man nicht auf den ersten Blick gewahrt, hat einmal ein kluger Kopf gesagt. Gewiss haben die anderen, die offen zur Schau getragenen, auch ihren Wert und Wirkung. Aber kein Perlengehänge, keine plakative Mundbemalung, keine noch so hoch getürmte Frisur hat den tiefen unergründlichen Reiz eines&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 26px;"&gt;&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 26px;"&gt;nicht nachweisbaren Dufts, eines dezenten Lidstrichs, einer unbeabsichtigten Nachlässigkeit, die man zunächst gar nicht zu sehen meint, wie etwa dem leicht verrutschten Träger eines Kleides. - So ist es auch mit den Städten. Nichts gegen ihre Sehenswürdigkeiten, ihre Kirchen und Schlösser, ihre Museen und Denkmäler. Man starrt sie an und nickt bedächtig mit dem Kopf und findet, dass sie schön und beeindruckend sind, wie es ja auch ihre Bestimmung ist. Aber die Liebe hängt an anderen Dingen, an unscheinbaren, intimeren; an so unauffälligen oft, dass der Einheimische sie selbst gar nicht zu benennen weiß, dass er daran oftmals achtlos vorbeigeht, die er aber vermissen würde, wenn sie nicht mehr da wären. In Mainz wäre das zum Beispiel der zu einer Wind und Wetter und selbst alle Formen von Vandalismus trotzenden Büchervitrine umgebaute Stromverteilerkasten, der einsam an der Ecke Taunusstraße/Feldbergplatz steht. Wem er ins Blickfeld gerät, kommt nicht umhin seine Nase an den Scheiben platt zu drücken, um das vielfältige und manchmal doch skurrile Bücherangebot zu bestaunen. Man wundert sich über diese kleine Bibliothek, die ganz ohne Bibliothekar auskommt, und in der jeder aus dem Bestand, wann immer er es mag nach eigenem Ermessen Bücher ausleihen und nach einer ihm genehmen Zeit wieder zurückstellen kann. Man gerät in ihren Bann, wenn man dort Bücher ausleiht und den Bestand aus Büchern seiner eigenen Bibliothek erweitert, und so ganz nebenbei dies und das über die Menschen, die dort wohnen, wie - pars pro toto - über die Mainzer insgesamt erfährt: Denn zwischen den 70er-Jahre-Ratgebern und Schmachtfetzen, den Krimis und Kinderbüchern, die dort allesamt versammelt sind, steht kein Goethe und kein Thomas Mann und auch sonst keine hohe Literatur. - Ein Böswilliger würde jetzt sagen, was sich hier abbilde, sei der literarische Geschmack der Stadt. Aber weit gefehlt!&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 26px;"&gt;&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px; line-height: 26px;"&gt;Wer sagt denn, dass sich die Mainzer nicht sofort auf die hochgeistige Literatur stürzen, wenn sie hier abgestellt wird? Denn genau das, was hier nicht steht, wird doch gelesen! - Oder? Damit würde dann auch der Vorwurf entkräftet, dass es sich bei dieser Art Bibliothek lediglich um eine Altbuchentsorgungsstelle handle.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-8877102203521412356?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/8877102203521412356/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/offene-bibliothek.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/8877102203521412356'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/8877102203521412356'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/offene-bibliothek.html' title='Offene Bibliothek'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-8679435338798152312</id><published>2010-12-07T04:12:00.000-08:00</published><updated>2010-12-07T04:25:02.266-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Herbstgebläse</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-outline-level: 1;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond;"&gt;   &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-outline-level: 1;"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: 17px;"&gt;Obwohl die Tage kürzer und die Nächte länger und um einiges kälter werden, könnte man dem Herbst im goldenen Mainz so viel Schönes abgewinnen, wenn… ja, wenn da nicht diese befremdlichen Maschinen wären. Sie tragen nichts sagende Namen wie QB 1601SP oder Toro Ultra 53, um nur zwei zu nennen. Die Rede ist von den Laubbläsern und - saugern. Der Männer liebstes Herbstspielzeug. Aber eigentlich geht es gar nicht um diese Maschinen, sondern um die Menschen, die sie bedienen, in diesem Fall also fast ausschließlich Männer. Denn kaum fällt das Laub, und schon stehen sie da, die Männer, breitbeinig und mit gespieltem Gleichmut, allüberall in Mainz, wo es Bäume gibt, die Ohrenschützer auf dem Kopf und das Laubabwehrgeschütz in der Hand, um mit einem Höllenlärm und einer Luftgeschwindigkeit von bis zu 160 Stundenkilometern alles vor sich her zu blasen, was ihnen in die Quere kommt. Kollateralschäden eingeplant: Kleinstlebewesen, die den Boden bewohnen wie Käfer, Spinnen und sogar Amphibien. Alles wird dann zu einem riesigen Laubhaufen aufgetürmt, als ginge es darum, die Saalwette bei »Wetten dass…« zu gewinnen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt;"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Jetzt könnte man sich fragen: Warum wurde der Rechen oder der Besen gegen ein Laubgebläse ausgetauscht, das so viel Krach macht und so viel Ärgernis erregt? Warum wurde die meditative Tätigkeit des Laubrechens durch das martialische Laubblasen- und saugen ersetzt? Ganz sicher um Arbeitszeit und - plätze einzusparen. Diese Erklärung wird derzeit für alles und jedes bemüht. Auch stelle man sich vor, man müsste als Entsorgungskraft der Stadtwerke den ganzen Tag Laub rechen… Gewiss! Aber ist denn diese Erklärung nicht auch etwas zu plakativ? Könnte es sich beim Laubblasen nicht doch um ein ganz anderes Phänomen handeln, etwa einen versteckten Krieg, einen Kampf der Frühaufsteher gegen die noch immer gering geachteten und von einem notorisch schlechten Gewissen geplagten Langschläfer? Denn das Laubgebläse ist meist nur vormittags zu hören. Oder gibt es noch einen anderen Grund, eine tieferen, einen biologischen Grund, der das martialische Verhalten dieser Männer erklärt? Gehen wir doch einmal ins Tierreich. Denken wir an die Brunftzeiten beim Hirschen oder der Stockente. Ihre Balzaktivitäten finden im Herbst statt. Und beim Mann, beim Laub blasenden Mann? Eben auch im Herbst, d. h. verstärkt im Herbst. Denn im Juli und August werden die meisten Kinder geboren, ergo im Herbst die meisten gezeugt. So könnte der herbstlich bedingte Testosteronanstieg beim Mann der nördliche Erdhalbkugel seine Entsprechung letztendlich auch beim Laubblasen finden.&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-8679435338798152312?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/8679435338798152312/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/herbstgeblase.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/8679435338798152312'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/8679435338798152312'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/herbstgeblase.html' title='Herbstgebläse'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-6346605910518517433</id><published>2010-12-06T23:28:00.000-08:00</published><updated>2010-12-06T23:31:08.297-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Standortwechsel ohne Beigeschmack</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-layout-grid-align: none; mso-line-height-rule: exactly; mso-outline-level: 1; mso-pagination: none; text-align: justify; text-autospace: none;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px;"&gt;Auf den ersten Blick erscheinen manche Dinge doch etwas anders, als sie wirklich sind. Zum Beispiel die Sache mit den Briefkästen in der Mainzer Innenstadt. Wer von uns ist in der letzten Zeit denn nicht wie immer brav zum öffentlichen Briefkasten gedackelt, um dann verwundert festzustellen, dass er verschwunden ist?&amp;nbsp; Naja, nicht verschwunden, das wäre zu viel gesagt, - obwohl es doch leider für einige Briefkästen zutrifft. Denn einige Tage später, nachdem man die Sache wieder vergessen und seine Post schon zu einer mehr oder weniger nahe liegenden Poststelle gebracht hat, steht er da, der geliebte Briefkasten, wie aus dem Boden gestampft. Aber nicht mehr an der gleichen Stelle wie vorher, sondern nur ein paar Meter weiter, gerade so weit, dass man ihn von seinem alten Standort unmöglich hätte entdecken können, es sei denn man wäre auf eine Leiter oder einen Baum gestiegen. Aber lassen wir das! Auf den ersten Blick könnte man meinen, die Deutsche Post tue das nur, um mit uns Versteck zu spielen oder uns zu ärgern. Aber weit gefehlt. Sie tut es auch nicht, um Kosten zu sparen, denn dann hätte sie die Briefkästen einfach stehen lassen. Auch nicht aus strategischen Gründen, etwa weil am neuen Standort mehr Menschen vorbeikommen. Denn man denke da nur an den Briefkasten am Bahnhof. Der steht jetzt kaum auffindbar weitab vom Schuss.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-layout-grid-align: none; mso-line-height-rule: exactly; mso-pagination: none; text-align: justify; text-autospace: none;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Vielleicht soll die Umsiedlung der Postkästen auf einen zweiten Blick so etwas wie ein Lehrstück abgeben, quasi ein »Denk-mal!«, das uns zu einem Perspektivwechsel anregt, wie er von den Meinungsmachern angemahnt wird, um liebgewonnene Gewohnheiten aufzugeben, etwa den Gang zum Briefkasten? Das könnte sein. Denn so gewänne man einen anderen Blick auf seine Umgebung. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-layout-grid-align: none; mso-line-height-rule: exactly; mso-pagination: none; text-align: justify; text-autospace: none;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Aber was nützt uns eine bloße Vermutung? Gehen wir der Sache doch auf den Grund. Da wäre zum Beispiel der Briefkasten an der Boppstraße, der vor nicht allzu langer Zeit ein paar Meter in Richtung Stadtmitte versetzt wurde. Er steht direkt vor einem kleinen Café, das früher einmal ein Teeladen war. Ein wunderbarer Ort, um Feldforschung zu betreiben. Nun, dort setzt man sich also hin, am besten auf die Terrasse, und wartet ab, was geschieht, natürlich den Briefkasten immer im Blick. Man kommt ins Gespräch, mit der Bedienung, mit dem Tischnachbar und der Tischnachbarin und alle reden überraschenderweise nur über eins, den Briefkasten, als ob es nichts Wichtigeres gäbe. Dass jetzt hier vielmehr los sei, seit er dastehe, erzählen sie und, was weitaus bedeutender ist und den Briefkasten zu einer Partnerschaftsanbahnungsstelle macht, dass sie dadurch ihre große Liebe gefunden hätten. Danke Deutsche Post!&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-6346605910518517433?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/6346605910518517433/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/standortwechsel-ohne-beigeschmack.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/6346605910518517433'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/6346605910518517433'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/standortwechsel-ohne-beigeschmack.html' title='Standortwechsel ohne Beigeschmack'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-3807695567481511957</id><published>2010-12-06T23:20:00.000-08:00</published><updated>2010-12-06T23:20:59.032-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Apothekenschwemme</title><content type='html'>&lt;!--StartFragment--&gt;  &lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly; mso-outline-level: 1; text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px;"&gt;Warum gibt es in der Mainzer Neustadt mehr Apotheken als Bäckereien oder Metzgereien? Vielleicht sogar mehr noch als im Stadtzentrum. Was ja irgendwie verständlich wäre. - Das hat sich sicher doch schon mancher gefragt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;Liegt das an einem erhöhten Krankenstand? Das läge auf der Hand, wenn man an die Umweltbelastung durch das nahe Industriegebiet denkt oder auch an die Folgen des Zusammenlebens auf manchmal engstem Raum, das Krankheitserregern aber auch Gewalt ungeahnte Ausbreitungsmöglichkeiten bietet. Aber davon hört und spürt man nichts. Wenn man aber glaubt, es läge an der Überalterung des Stadtviertels, dann sieht man sich ebenfalls getäuscht, denn in den Apotheken tummeln sich Alt und Jung. Dann wären da noch die Harz-IV-Empfänger mit einem vergleichsweise hohen Anteil an der Stadtteilbevölkerung, die erwiesenermaßen krankheitsanfälliger als der Durchschnitt sind. Oder auch die Studenten. Man denke an das viele Aspirin ... Summa summarum aber bietet das keine Erklärung, warum die Neustädter mehr Arzneimittel als Brötchen zu sich nehmen! &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;Sind die Neustädter denn gesundheitsbewusster als andere, etwa die Bretzenheimer? Greifen sie häufiger als andere Mainzer zu Prophylaktika oder Nahrungsergänzungsmittel? Auch diese Frage dürfte mit einem klaren Nein zu beantworten sein. Auch die teuren Kosmetikartikel, die es in den Apotheken zu erstehen gibt, dürften sie nicht besonders interessieren. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;Verkaufen die Neustädter Apotheken Produkte, von denen ich nichts weiß? Etwa irgendwelche Drogen? Sicher nicht! Denn dann wäre Fastnacht ein Dauerzustand. - Obwohl, wenn man es sich recht überlegt, tragen die Apotheken vermutlich dazu bei, dass der ein oder andere die fünfte Jahreszeit einigermaßen gut übersteht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;»Aber was ist denn mit den psychisch Kranken?« fragte mich eine Bekannte aus Gonsenheim, als wir neulich über das Thema diskutierten. »Gibt es in der Neustadt von ihnen vielleicht mehr als in anderen Stadtteilen?« &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;»Höchstwahrscheinlich nicht«, antwortete ich und machte mich am nächsten Tag auf die Suche. Nach langem Warten auf einem der Neustädter Plätze fand ich genau drei: einen älteren kräftigen Herrn, der Engel sah; eine Dame mit sieben Plastiktüten unter dem Arm, die unter Rosenkranzgemurmel die Abfalleimer nach Reliquien durchsuchte und einen Moralprediger, der in sich gekehrt zur Umkehr aufrief. - Das war zwar eine reiche Ausbeute für einen Vormittag, aber eine Erklärung für das Apothekenphänomen war es nicht. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly; text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13.0pt;"&gt;Der Grund muss also auf einem völlig anderen Gebiet liegen, auf einem wirtschaftlichen. Wie wäre es mit den Supermärkten und ihren Knack- und Backabteilungen, die den Bäckereien den Garaus machen und so einen Überhang von Apotheken schaffen? Oder mit der Globalisierung, die für alles herhalten muss?&amp;nbsp;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;!--EndFragment--&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-3807695567481511957?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/3807695567481511957/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/apothekenschwemme.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/3807695567481511957'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/3807695567481511957'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/apothekenschwemme.html' title='Apothekenschwemme'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2206739696395346277.post-8865960211689535846</id><published>2010-12-06T23:14:00.000-08:00</published><updated>2010-12-06T23:21:31.172-08:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kolumnen:'/><title type='text'>Hirnwindungen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; margin-right: -38.3pt; mso-layout-grid-align: none; mso-line-height-rule: exactly; mso-outline-level: 1; mso-pagination: none; text-autospace: none;"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-family: Garamond; font-size: 17px;"&gt;»Alles hängt mit allem zusammen«, bekommt man immer häufiger zu hören, wenn es um die Erklärung komplexer Zusammenhänge geht. Demnach müsste der von einem Baum herab fallende Apfel in L.A. mit der Geburt eines Vogels in Berlin oder dem Abschneiden einer Partei bei der Parlamentswahl in Kuala Lumpur in einer mehr oder weniger engen Verbindung stehen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; margin-right: -38.3pt; mso-layout-grid-align: none; mso-line-height-rule: exactly; mso-pagination: none; text-autospace: none;"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Alles Quatsch, entgegnet da mein gesunder Menschenverstand, denn wenn dies stimmte, dann müsste, wie jüngst ein Nachbar meinte, zwischen der Zunahme der gepflegten Baumbeete etwa entlang der Frauenlob- oder der Kurfürstenstraße und dem Anstieg der Anzeigen wegen nächtlicher Ruhestörung in der Mainzer Neustadt ein Zusammenhang bestehen! &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; margin-right: -38.3pt; mso-layout-grid-align: none; mso-line-height-rule: exactly; mso-pagination: none; text-autospace: none;"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Was aber haben die fleißigen Baumbeetpaten und - patinen, die unser geliebtes Stadtviertel mit Saatgut und Beetpflanzen gottlob aufblühen lassen, mit nächtlichen Störenfrieden zu tun? - Nichts. Rein gar nichts. Naja, der ein oder die andere wird des Nachts vielleicht einmal herumkrakeelt haben. Das war es dann aber schon. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; margin-right: -38.3pt; mso-layout-grid-align: none; mso-line-height-rule: exactly; mso-pagination: none; text-autospace: none;"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Betrachten wir das Phänomen von einer anderen Seite: Es könnte doch sein, dass die nächtlichen Störungen &lt;i&gt;de facto&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt; gar nicht angestiegen sind, sondern lediglich die Bereitschaft, sie zur Anzeige zu bringen. Dann sähe die Sache etwas anders aus. Aber seien wir realistisch, bei der geringen Anzahl an Baumbeetpaten gegenüber der zunehmenden Anzeigenmenge müsste jeder Pate mehrere Anzeigen pro Nacht erstatten und das zu verschiedenen Zeiten in unterschiedlichen Gebieten, oder zur gleichen Zeit in unterschiedlichen Gebieten, was unmöglich wäre. Es sei denn, es handele sich um Hexerei. Also ist auch diese Verbindung blödsinnig. Wie aber hängt das alles dennoch zusammen? Mein Nachbar ist schließlich kein Blödmann! &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; margin-right: -38.3pt; mso-layout-grid-align: none; mso-line-height-rule: exactly; mso-pagination: none; text-autospace: none;"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family: Garamond; font-size: 13pt;"&gt;Es ist besonders augenfällig, dass man die neuen Beete fast immer in der Nähe von Gaststätten findet, und das seit etwa mehr als einem Jahr, genauer gesagt, seit der Einführung des Rauchverbots. Jetzt müsste es klingeln. Die Raucher haben nicht immer das Gebot der Nachtruhe im Sinn, wenn sie sich zum Rauchen - meist in Rudeln und mehr oder minder alkoholisiert - vor die Kneipen begeben. Das kann des Öfteren zu erheblicher Lärmbelästigung führen und nicht selten zu einer Anzeige. Wenn dann noch Baumbeete in der Nähe sind, ist auch das Problem der Kippenbeseitigung gelöst. Je nach Etablissement fungieren sie dann als große Aschenbecher oder als Hemmnis, wenn sich die rauchenden Gäste scheuen, sie durch ihre Kippen zu verschandeln. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly;"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 20.0pt; mso-line-height-rule: exactly;"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2206739696395346277-8865960211689535846?l=hubertneumann.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://hubertneumann.blogspot.com/feeds/8865960211689535846/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/hirnwindungen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/8865960211689535846'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2206739696395346277/posts/default/8865960211689535846'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://hubertneumann.blogspot.com/2010/12/hirnwindungen.html' title='Hirnwindungen'/><author><name>Hubert Neumann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18126729451033558444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
